U-Haft war keine Warnung

Haschischgeschäfte im Kilobereich / Angeklagter schweigt zu den Vorwürfen

22.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Wenn es stimmt, was in der Anklage steht, dann hat dieser Mann das Schicksal wirklich herausgefordert. Das Dortmunder Landgericht muss sich seit gestern mit einem 25-jährigen Familienvater aus Asseln befassen, den selbst vier Monate Gefängnis offenbar nicht zur Vernunft bringen konnten. Kaum hatte das Gericht den mutmaßlichen Drogenhändler im Juli 2006 aus der Untersuchungshaft entlassen, soll der Angeklagte mindestens zwei weitere Geschäfte angebahnt haben. Einmal ging es angeblich um sechs Kilo Haschisch, einmal um zehn. Dabei soll der Vater eines Sohnes (4) sogar den schicken Audi seiner Mutter als Pfand eingesetzt haben. Insgesamt geht es vor Gericht nun um Geschäfte mit rund 60 Kilo Haschisch, in die der Angeklagte verwickelt gewesen sein soll. Was der 25-Jährige selbst dazu sagt, ist noch unklar. Zum Prozessauftakt wurde lediglich die Anklageschrift verlesen. Sein Dortmunder Verteidiger Frank Klement (Foto) hat jedoch schon angekündigt, dass der 25-Jährige sich am nächsten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern werde. Zurzeit sitzt der Angeklagte wieder in Untersuchungshaft. Mit einem Urteil ist voraussichtlich Mitte Juni zu rechnen. jh

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