Über den Briefsweg kam der Postbote aus Holzwickede nach Asseln

Straßennamen in Asseln

Straßennamen geben Orientierung und erzählen oft etwas über die Ortsgeschichte. Ein Beispiel dafür ist der Briefsweg.

Asseln

, 29.08.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Über den Briefsweg kam der Postbote aus Holzwickede nach Asseln

Der Briefsweg hieß nicht immer nur Briefsweg. © Johanna Wiening

Die Herkunft des Namens Briefsweg, der von der Steinbrink- bis zur Donnerstraße geht, hat mit dem Postzustellbezirk Holzwickede zu tun, wie Klaus Coerdt und Werner Augustin in einer Broschüre des Heimat- und Geschichtsvereins Asseln schreiben. Asseln, das bis dahin postalisch zu Unna gehört hatte, wurde 1861 Holzwickede zugeordnet. Dort hatte man kurz davor am Bahnhof der neuen Eisenbahnlinie Dortmund-Hörde-Aplerbeck-Unna-Soest eine größere Poststation eingerichtet.

Mit dem Bahnhof Wickede-Asseln kam ein eigenes Postamt

Über den Briefsweg kam der zuständige Postbote täglich von Holzwickede nach Asseln und teilte die Briefe aus. Die postalische Zuordnung nach Holzwickede dauerte aber nur kurze Zeit. Nach einem Asselner Einspruch gegenüber dem Landrat wurde Asseln postalisch nach Aplerbeck eingegliedert, wozu es zu jener Zeit auch politisch gehörte. Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie von Dortmund-Süd nach Welver bekamen Wickede und Asseln in der Nähe des Bahnhofs Wickede-Asseln ein eigenes Postamt.

Auch der Briefsweg gehörte zum alten Asselner Wegesystem. Er band den überregional wichtigen Kölnischen Weg, die heutige Steinbrinkstraße, an das Asselner Dorfzentrum an. In alten Unterlagen hieß der Briefsweg auch Communalweg nach Sölde.

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