Überfall im Hauptbahnhof: Verkäuferin bedroht und mit Messer verletzt

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Beamte der Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof (Symbolfoto) © Kevin Kindel
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Es war 20.30 Uhr am Dienstag (20.9.), als die Bundespolizei verständigt wurde. Eine 25-jährige Verkäuferin lief den Beamten im Dortmunder Hauptbahnhof entgegen – mit einem blutverschmierten Arm, sichtlich unter Schock stehend.

Zitternd erzählte sie, was soeben geschehen war: Ihren Angaben zufolge stand sie hinter dem Verkaufstresen der Buchhandlung, als ein Mann hereinkam. Er habe sich zunächst umgeschaut, sie dann nach Tabakzubehör gefragt und anschließend das Geschäft wieder verlassen.

Wenig später sei er dann jedoch zurückgekehrt. Als der letzte Kunde bezahlt hatte, sei der Mann zu ihr in den Kassenbereich gekommen. Dabei habe er ein Messer in der Hand gehalten und die Tageseinnahmen gefordert.

Er hielt ihr die Hand vor den Mund

Plötzlich habe er ihr das Messer gegen den Hals gedrückt. Sie habe versucht sich zu wehren, dabei verletzte sie sich wohl an der linken Hand. Der Mann habe sie ins Gesicht geschlagen, sie sei zu Boden gegangen. Dann habe er ihr die Hand vor den Mund gehalten. Er soll dabei versucht haben, die Kasse eigenständig zu öffnen – erfolglos.

Daraufhin sei er in Richtung Innenstadt geflüchtet. Die alarmierten Bundespolizisten riefen Sanitäter, damit die Wunde der Frau versorgt werden konnte. Der Angreifer wurde zur Fahndung ausgeschrieben – doch kurze Zeit später stellte er sich selbst.

Wie die Bundespolizei in einer Pressemitteilung schreibt, hatte sich der 38-Jährige wenig später in einem Wettbüro in der Nähe des Hauptbahnhofs gestellt und die Tat eingeräumt. Beamte der Polizei Dortmund nahmen ihn vorläufig fest.