Überfüllte Busse und Bahnen durch Schulausflüge? Das sagt DSW21

hzVolle Bahnen

Wenn sich das Schuljahr gen Ende neigt, ist die Zeit für Ausflüge gekommen. Dann kann es schon einmal richtig voll in Bus und Bahn werden. Extra-Würste gibt es trotzdem nicht.

Dortmund

, 10.07.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Berufsverkehr kostet Nerven. Auf Bus- und Bahnlinien, die zu den entpsrechenden Stoßzeiten die Schulen bedienen, erst recht: Schülerhorden, die bepackt mit großen Taschen, alle zur gleichen Zeit, zum gleichen Ort wollen. Verpätungen aufgrund von Überfüllungen sind da keine Ausnahme. Wird die Lage kurz vor Schuljahresende noch prekärer? Das zumindest berichtet uns ein Leser, der im Berufsverkehr auf den Bus 460 zwischen Kirchlinde und der Innenstadt angewiesen ist. Mehrmals sei es zu Verspätung und Überfüllungen wegen Schulausflügen gekommen. „Ich bin mittlerweile sogar aufs Fahrrad umgestiegen. Das tue ich mir nicht mehr an!“

„Wir können schließlich keine Extra-Würste braten“

Das kommt vor - es scheint sich jedoch eher subjektives Empfinden zu sein, wenn man den Dortmunder Verkehrsbetrieb DSW21 fragt. „Uns fallen da keine Besonderheiten auf“, sagt DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth auf Anfrage dieser Redaktion. „Besondere Probleme sind uns nicht bekannt“, meint Heydenbluth.

Erfahrungen hat DSW21 aber trotzdem mit den Schulausflügen vor den Sommerferien. Häufiger komme es vor, dass sich Schulen vor ihren Ausflügen bei dem Verkehrsbetrieb melden. Teilweise kämen Fragen, ob man nicht einen Extra-Bus für den Schulausflug bekommen könne. „Das machen wir natürlich nicht. Wir sind ja kein Reiseunternehmen. Wir können schließlich keine Extra-Würste braten“, sagt Heydenbluth dazu. „Was wir aber machen können, sind Empfehlungen zu geben. Etwa, wie sich die Gruppen aufteilen können“, erklärt sie.

Wann die Bussen und Bahnen besonders voll sind

Gemeinhin mache die DSW21 die Erfahrung, dass Busse und Bahnen eher im Winter voller seien, „wenn das Wetter schlecht ist“, sagt Heydenbluth. Bei schönem Wetter kommt das vor allem an Schönwetter-Hotspots vor – wie an den Freibädern oder am Zoo.

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Voll werde es natürlich bei großen Veranstaltungen wie Heimspielen von Borussia Dortmund. Oder auch beim Pokémon-Go-Fest am vergangenen Wochenende, bei dem DSW21 die Zahl der Bahnen zum und vom Westfalenpark erhöht hat. „Wir verstehen natürlich die Sorgen“, sagt Heydenbluth. „Wir versuchen, auf so etwas zu reagieren, aber das hat natürlich auch seine Grenzen“, meint die DSW21-Sprecherin.

Wo die Grenzen liegen? DSW21 hat derzeit einen Fuhrpark von 121 Stadtbahnen - das meint einzelne Waggons - und 172 Busse.

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