Umwelttag am Heisenberg-Gymnasium: Kinder sind schockiert über viel Müll

hzHeisenberg-Gymnasium

Dank der Fridays for Future ist die Diskussion um die Umwelt aktuell in aller Munde. Die Schüler am Heisenberg Gymnasium beschäftigen sich jedoch schon viel länger mit dem Thema.

Eving

, 05.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Ergebnis der Müllaktion am Heisenberg Gymnasium konnte sich sehen lassen: Die großen blauen Säcke waren prall gefüllt und stapelten sich zu einem Berg. In drei Stunden hatten die Fünftklässler rund um den eigenen Schulhof den gesamten Müll aufgesammelt, den sie finden konnten.

Die Fünftklässler sammeln Müll

Die Aktion war Teil des Umwelttags am Heisenberg Gymnasium. Jedes Jahr beschäftigen sich die Klassen einmal intensiv mit dem Thema Umwelt, erklärt der verantwortliche Lehrer Gordon Thie: „Jede Klasse macht das auf eine andere Art und Weise. Manche gehen auf Expeditionen oder bauen Nistkästen. Und die Fünftklässler sammeln jedes Jahr den Müll rund um die Schule.“

Mit Handschuhen und Greifern machten sich die Schüler auf die Jagd nach dem Müll. Schon nach kurzer Zeit fielen ihnen Haribotüten, Durstlöscher und ähnliches in die Hände. In jedem Gebüsch wurde gesucht, jeder Stein wurde sprichwörtlich umgedreht. Mit viel Eifer waren die rund 120 Kinder dabei.

Wiedergutmachung für die Anwohner

Die Aktion solle unter anderem auch für die Anwohner rund um das Gymnasium sein: „Oft wird sich beschwert, dass die Schüler auch dort ihren Müll wegschmeißen. Das ist jetzt so eine Art Wiedergutmachung.“ Und um die Aktion so durchführen zu können, arbeitet die Schule mit der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) zusammen.

„Wir waren ganz schön schockiert, was wir alles gefunden haben“, sagen Lynn und Luzie aus der 5c. Ein großer Block Styropor, ein noch nicht gegessenes Wassereis und eine Caprisonne waren da nur einige wenige Dinge, die die Mädchen aufgesammelt haben. Und auch Maren, Sofia und Lea konnten von ihren Funden berichten: „Wir verstehen gar nicht, warum man das macht. Man kann seinen Müll doch aufheben!“

Viele der Kinder aus der 5c sind auch bereits bei den Demonstrationen zu den „Fridays for Future“ dabei gewesen. Bei allem rund um das Thema Umwelt wissen sie genau Bescheid. „Auch ein Durstlöscher, den man wegwirft macht schon etwas aus. Wenn jeder das macht, versinken wir in Durstlöschern“, erklären Luzie und Lynn.

„Wir sollten das viel öfter machen“

Für die Zukunft wünschen sich die Kinder noch mehr solcher Aktionen. „Ich finde, wir sollten das viel öfter machen, mindestens einmal im Monat“, schlägt Lynn vor. Luzie fügt hinzu: „Und es wäre toll, wenn das auch andere Schulen machen würden. Das ist nämlich wirklich wichtig!“

Klaus Heise von der EDG war begeistert vom Aktionismus der Kinder: „Wir machen das jetzt seit zwölf oder 13 Jahren. Und für mich ist das immer noch eine der spannendsten Aktionen, die wir unterstützen.“

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