Umweltzone: Stadt kassiert kräftig für Ausnahmen

DORTMUND Ab heute gilts: In der Brackeler Straße hat die Stadt ihre erste Umweltzone - wenn auch nur auf einer Länge von 300 Metern. Für Diskussionen dürfte aber nicht allein die Plakettenpflicht sorgen, sondern auch die Regelung für Ausnahmegenehmigungen.

von Von Oliver Volmerich

, 12.01.2008, 07:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Umweltzone: Stadt kassiert kräftig für Ausnahmen

Der westliche Teil der Brackeler Straße wird ab heute zur Umweltzone.

Für die bittet die Stadt nämlich kräftig zur Kasse: 60 Euro pro Fahrzeug beträgt die Verwaltungsgebühr, teilte die Verwaltung gestern mit.

Generell gilt ab heute: Den westlichen Streckenabschnitt der Brackeler Straße zwischen Im Spähenfelde und Borsigplatz dürfen nur noch Fahrzeuge befahren, die eine grüne oder gelbe Schadstoff-Plakette besitzen. Mehr als 90 Prozent der in Dortmund zugelassenen PKW schafft diese Hürde, bei den Nutzfahrzeugen ist es aber weniger als die Hälfte.

Doch es winken auch Ausnahmegenehmigungen für Anwohner und Gewerbetreibende. Die gibt es, amtlich ausgedrückt, wenn es „im öffentlichen Interesse liegt“. Dies gelte insbesondere, wenn die Fahrt „zur Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen notwendig ist oder wenn überwiegende und unaufschiebbare Interessen Einzelner dies erfordern“. Die Auslegung liegt im Ermessen der Behörde – in diesem Falle der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle bei den Bürgerdiensten. Genauso wie die Verwaltungsgebühr von 60 Euro.

Ob diese Summe auch für Ausnahmegenehmigungen in einer, für den Herbst geplanten, größeren Dortmunder Umweltzone gilt, war gestern nicht zu ermitteln. In Köln, wo für Teile der Innenstadt bereits seit 1. Januar eine Umweltzone besteht, kommen Autofahrer in der Regel günstiger weg. Dort wird zwischen Größe der Fahrzeuge oder gewerblichem und privatem Verkehr unterschieden – und eine Gebühr zwischen 5 und 75 Euro erhoben.

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