Ungewohnt: Ein Kettensteiger steht in der Evangelischen Kirche Brackel

hzBauarbeiten in der Kirche

Die Evangelische Kirche in Brackel am Hellweg ist momentan eine Baustelle. Die Gemeinde investiert dort knapp 90.000 Euro für verschiedene Neuerungen. Ende Oktober soll alles fertig sein.

Brackel

, 25.09.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Innere der Evangelischen Kirche in Brackel bietet derzeit ein ungewöhnliches Bild: Da, wo sonst die Kirchgänger sitzen, steht ein riesiger Kettensteiger - ein Baugerät, mit dem man in sämtliche oberen Ecken der Kirche kommt. Das ist nötig, weil die Gemeinde derzeit eine neue Beleuchtung anbringen lässt.

Diese Investition war nun an Zeit, wie Pfarrerin Sandra Sternke-Menne erläutert, weil für die alte Anlage keine Ersatzteile wie Leuchtmittel mehr zu bekommen waren, obwohl sie mit 20 Jahren noch gar nicht so überaus alt war.

Eigentlich habe diese Maßnahme schon lange angestanden, aber nach der Dachsanierung 2015/16 sei zunächst kein Geld mehr dafür vorhanden gewesen. Die neue Beleuchtung, die aus LED-Lichtern und zusätzlich vier eigens für die Bedürfnisse der Kirche gebauten Designer-Lampen besteht, wird nicht nur wesentlich energieeffizienter sein als die alte, sie wird auch ganz unterschiedliche Licht-Stimmungen in der Kirche erzeugen können - zum Beispiel für ein Konzert anders als für einen Gottesdienst. Oder es werde nur das Gewölbe angestrahlt.

Der Altar der Evangelischen Kirche Brackel ist derzeit eingehaust, um ihn vor Staub zu schützen

Der Altar der Evangelischen Kirche Brackel ist derzeit eingehaust, um ihn vor Staub zu schützen. © Andreas Schröter

„Es wird heller sein als jemals zuvor, wenn wir das wollen“, sagt Sandra Sternke-Menne, und es werde künftig nicht nur das Mittelschiff beleuchtet, sondern auch die Seitenschiffe. Die gesamte Anlage ist per Tablet zu steuern.

Das Konzept stammt von der Lichtdesign-Firma von Maximilian Piltz aus Soest, die LED-Lampen von der Firma Occhio aus München. Die Designerleuchten liefert eine Lampenfirma aus Brilon („Briloner Leuchten GmbH“). In der Kirche beschäftigt ist auch die Elektrikerfirma Riepegerste aus Bad Sassendorf, die teilweise neue Kabel verlegt.

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Und weil das Parkett ebenfalls aufgearbeitet werden muss, hat sich die Gemeinde entschlossen, das in einem Rutsch mitzuerledigen. Sobald die normalen Lampen hängen, macht sich die Firma Austermann aus Dülmen an die Arbeit. Die erwähnten Designerleuchten werden erst danach angebracht, um sie nicht der Staubbelastung während der Bodenarbeiten auszusetzen.

Vor Staub geschützt sind auch Altar und Orgel, die beide komplett eingehaust sind, was Ausgaben für die Gemeinde von einigen tausend Euro nach sich zieht. Die gesamte Baumaßnahme wird zwischen 86.000 und 90.000 Euro kosten - Geld, das aus der Baurücklage bezahlt wird, die die Gemeinde eigens für solche Zwecke anspart.

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Am 31. Oktober soll alles fertig sein. Dann soll um 19 Uhr mit einem Festgottesdienst dank eines neuen Corona-Konzeptes bis zu 70 Teilnehmer die neue Beleuchtung vorgestellt werden. Bis dahin finden die Gottesdienste in der Friedhofskapelle an der Hörder Straße statt. Der Erntedank-Gottesdienst soll am 4. Oktober im Garten der Arent-Rupe-Villa an der Flughafenstraße 7-9 über die Bühne gehen.

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