Vapiano schließt an der Kleppingstraße - und bleibt trotzdem dort

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Vapiano schließt die Filiale an der Kleppingstraße – die erste Schließung des Franchise-Unternehmens überhaupt. Ganz verschwinden wird die Italokette von der Kleppingstraße aber nicht.

Dortmund

, 23.05.2019, 16:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstagmittag (23.5.) merkt man noch nichts davon, dass in einer Woche die letzte Pizza im Vapiano an der Kleppingstraße in den Ofen geschoben wird. Dabei ist die Schließung des Restaurants ausgemachte Sache. Man werde den Restaurantbetrieb in der Filiale am 30. Mai einstellen, bestätigt Franchisepartnerin Sabine Koegel auf Nachfrage unserer Redaktion.

Zur Mittagszeit ist das zentral gelegene Pizza- und Pasta-Restaurant am Donnerstag gut besucht. Vereinzelt sitzen auch Gäste draußen an der Kleppingstraße. Es ist ein sonniger Tag. Die Mitarbeiter drinnen wissen jedoch bereits, dass es mit dieser Filiale bald zu Ende gehen wird.

Restaurant war nicht profitabel

Erst 2013 hat Vapiano an der Kleppingstraße die zweite Filiale in Dortmund eröffnet. Die erste befindet sich an der Silberstraße, in unmittelbarer Nähe zum Hansaplatz. Keine 400 Meter Luftlinie liegen zwischen den beiden Filialen.

„Das Restaurant an der Kleppingstraße hat sich leider nicht wie erhofft entwickelt“, sagt Franchisepartnerin Sabine Koegel. „Die fehlende Profitabilität hat uns dazu bewogen, den Betrieb des Restaurants einzustellen.“ Man wolle das Angebot zukünftig profitabel konzentrieren.

An die Stelle tritt ein Take-Away-Angebot

Dort, wo jetzt noch ein Restaurant ist, will Vapiano jedoch nicht völlig verschwinden. Das Franchise werde dort weiterhin mit einem „Take-Away- und Home-Delivery-Counter“ vertreten sein, so Koegel. Man sei bemüht, die insgesamt 50 Mitarbeiter des Restaurants im Rahmen dieses Angebots oder in anderen Restaurants weiter zu beschäftigen. Der Betrieb des Vapiano an der Silberstraße werde in vollem Umfang fortgeführt, so Sabine Koegel.

Ein allgemeiner Trend?

Das Dortmunder Restaurant ist das erste Vapiano deutschlandweit, das schließt. Vor dem Hintergrund, dass die Nutzung von Essens-Lieferdiensten in Deutschland stetig zunimmt, wirft das die Frage auf, ob sich in der Schließung und Umwandlung zu einem „Delivery-Counter“ ein Trend für das gesamte Vapiano Franchise verbirgt.

Werner Engels, Director Real Estate bei Vapiano SE, der Muttergesellschaft der Restaurants, sagt auf Nachfrage: „Fortlaufend wird das Portfolio allgemein, also alle Restaurants hinsichtlich ihrer Ertragskraft, geprüft.“ Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, könne man konkrete Aussagen zu weiteren Restaurants treffen.

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