Verbot von Bierverkauf «richtige Weichenstellung»

Stadt will Punker-Szene im Brückstraßen-Viertel trocken legen / Händler Knauff befürchtet Imageschaden

25.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Seit gestern gilt's: An diesem Wochenende ist nach 20 Uhr zum ersten Mal der Flaschenbier-Verkauf für drei Läden im Brückstraßen-Viertel verboten. Eine Maßnahme, mit der die Stadt die Punker-Szene trocken legen will (wir berichteten). «Das ist genau die richtige Weichenstellung», meint dazu Heinz Knauff, Inhaber des Geschäfts «Hautfaktor», der sich mit einigen anderen für die Belange im Brückstraßen-Viertel stark macht. Die Stadt könne letztlich wenig gegen die Punker-Szene machen, aber die jetzt eingeleiteten Schritte würden «intensiv begrüßt». Die Probleme, die in der Brückstraße aufgetaucht seien, gingen letztlich auf einen Zwist zwischen zwei türkischen Familien zurück. Die eine Familie wolle das Ladenlokal der anderen übernehmen. «Mit einer Familie habe ich schon gesprochen. Die wäre auch bereit, die Bierpreise anzuheben», so Knauff. Nur die andere ... Bisher habe er aber auch nicht gehört, dass den Händlern wirklich ein Schaden entstanden sei. «Die Exzesse sind in den Abend- und Nachtstunden, die bekommen nur die Leute mit, die hier wohnen». Dem jungen Publikum sei es eh egal, ob tagsüber einige Punker in der Brückstraße herumlungerten. Nur bei den Älteren würden dadurch alte Vorurteile bestätigt. Letztlich befürchtet Knauff durch die derzeitige öffentliche Diskussion hauptsächlich einen Imageschaden für das Brückstraßen-Viertel. «Und das ist traurig.» Wie der frühere Quartiersmanager für das Brückstraßen-Viertel, Friedhelm Cramer, die Situation beurteilt und was nachts tatsächlich in dem jungen Szeneviertel abgeht, lesen Sie auf der 2. Lokalseite oli/kiwi

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