Streik legt in dieser Woche erneut Busse und Bahnen in Dortmund lahm

hzÖffentlicher Nahverkehr

Wie bereits in der vergangenen Woche wird es auch in dieser Woche einen Tag ohne Öffentlichen Nahverkehr geben. Grund dafür ist ein weiterer Streik der Gewerkschaft Verdi.

Dortmund

, 05.10.2020, 12:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Keine Busse, keine Bahnen: Am Donnerstag (8. Oktober) wird der Öffentliche Personennahverkehr in Dortmund lahm gelegt. Verdi hat für diesen Tag erneut einen Warnstreik angekündigt.

Die Streikmaßnahmen werden den Nahverkehr in Dortmund komplett stilllegen, kündigt DSW21 an. Für die Nutzer des ÖPNV in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien am Donnerstag nicht fahren werden. Dies gilt vom Betriebsbeginn am Donnerstag um circa 3.30 Uhr bis Betriebsende circa 1.30 Uhr am 9. Oktober.

Wie DSW21 mitteilt, sind auch die NachtExpress-Linien, die gegenwärtig um 0.15 oder 0.45 Uhr vom zentralen Ausgangspunkt Reinoldikirche sternförmig in alle Stadtteile starten, betroffen. In gleicher Weise werden die von DSW21 in den Nachbarstädten Castrop-Rauxel (480, 481, 482 und NE 11) und Schwerte (430, 435 und NE 25) betriebenen Buslinien betroffen sein.

Die Kundencenter von DSW 21 nahe der Petrikirche, in Hörde Bahnhof und am Betriebshof in Castrop bleiben am 8. Oktober ganztägig geschlossen.

Vom Streik nicht betroffen sind die Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien im DSW21-Verkehrsgebiet sowie die H-Bahn.

Arbeitgeber gehen nicht auf Forderungen ein

Auslöser für den erneuten Warnstreik sind die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Nach Angaben von Verdi sei die VKA auch nach dem Warnstreik der ÖPNV-Beschäftigten am vergangenen Dienstag (29.9.) weiter nicht zu Verhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag bereit.

„Die Arbeitgeber sind nicht auf unsere Forderungen eingegangen“, sagt Kirsten Rupieper vom Fachbereich Verkehr Verdi Westfalen.

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Am Freitag steht dann die nächste Verhandlungsrunde beim Tarifvertrag Nahverkehr an. „Danach werden wir sehen, wie sich alles weiter entwickelt. Es ist ein dynamischer Prozess. Wir verstehen die Probleme der Bevölkerung, die dann Schwierigkeiten beim Weg zur Arbeit oder zur Schule haben, aber uns bleibt keine andere Möglichkeit, außer ein Streik“, erklärte Rupieper.

Große Einschränkungen bereits in der vergangenen Woche

Bereits am vergangenen Dienstag sorgte ein Komplett-Ausfall im ÖPNV für Chaos in Dortmund. Am Hauptbahnhof stauten sich die Taxis - Taxifahrer berichteten, dass sie dreimal so häufig gefahren seien wie normalerweise. Auf den großen Zufahrtsstraßen staute sich der Autoverkehr. Gerade auf der Ruhrallee und der Märkischen Straße musste man viel Geduld haben.

Ansammlungen von Autos sorgten auch an vielen Schulen für Verzögerungen und Einschränkungen im Verkehr.

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