Vergewaltigung im Lieferwagen: Dortmunder Angeklagter will vorerst schweigen

Landgericht Hagen

Ein 23-jähriger Mann aus Mengede soll auf der Ladefläche seines Lieferwagens seine Ex-Freundin vergewaltigt haben. Sein Schweigen zu Prozessbeginn könnte für ihn zum Nachteil werden.

Dortmund

, 16.11.2019, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein 23-Jähriger Dortmunder wird beschuldigt, seine Ex-Freundin vergewaltigt zu haben. Er soll sie im Februar 2018 in einem Lieferwagen verschleppt, geschlagen und gebissten haben. Auf dem Autobahnparkplatz Westerfilde soll er sie dann vergewaltigt haben. Zu Prozessbeginn vor dem Hagener Landgericht schwieg der Mann am Donnerstag.

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Vor einer Woche, als die Verhandlung zum ersten Mal aufgerufen wurde, hatte sich der Angeklagte noch krank gemeldet. Jetzt erschien er im Hagener Landgericht, ließ aber gleich nach der Verlesung der Anklageschrift über seinen Verteidiger mitteilen, dass er derzeit keine Angaben zur Sache machen wolle.

Geständnis oder nicht?

In einem anschließenden „Rechtsgespräch“ zwischen Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht stellten die Richter dem Angeklagten eine Haftstrafe von vier Jahren in Aussicht, sollte er gestehen. Auch das lockerte allerdings nicht die Zunge des 23-Jährigen.

Tendenziell könne die Strafe aber auch noch deutlich höher ausfallen. Bis zur angedachten Zeugenvernehmung der Ex-Freundin soll sich der Mengeder nun entscheiden, wie er sich verhalten will. „Das soll keine Drohung sein“, sagte der Vorsitzende Richter am Donnerstag. „Aber dieser Termin ist die Deadline.“ Wenn die Zeugin einmal vernommen worden sei, sei es für ein Geständnis einfach zu spät.

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