Vermittler von "Schrott-Immobilien" wähnen sich im Recht

Landgericht

DORTMUND Im Prozess um die Vermittlung von so genannten „Schrott-Immobilien“ haben die beiden Angeklagten (60 und 57) eine Art Charme-Offensive“ gestartet.

von Von Jörn Hartwich

, 01.07.2009, 20:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Anfänge der Firma waren klein und bescheiden. Die Angeklagten trafen sich morgens in der Küche, blätterten Zeitungen durch und stießen irgendwann auf das Thema „Neue Heimat“. Die ehemaligen Wohnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes sollten vermarktet werden – das war die große Chance der Dortmunder. Und sie haben sie genutzt. Nach nur einem Jahr kauften sie einen repräsentativen Firmensitz am Westfalendamm (Kaufpreis umgerechnet rund 500.000 Euro), die Zahl der festangestellten Mitarbeiter schnellte auf knapp 100 in die Höhe.

Trotz des rasanten Wachstums habe man jedoch immer Wert auf Seriosität gelegt. Sogar Rechercheure seien eingesetzt worden, um Kunden zu überprüfen. „Wir hatten Angst davor, dass man uns irgendwann vorhält, dass wir schlechte Geschäfte gemacht haben.“ Genau das ist jetzt passiert. Den Angeklagten wird vorgeworfen, Investoren zu teure Eigentumswohnungen verkauft zu haben, die zudem in einem so schlechten Zustand waren, dass sie sich nicht vermieten ließen. Zu den Betrugsvorwürfen selbst wollen sie allerdings erst später Stellung nehmen.

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