Versteckter Garten in Hörde lässt junge Erwachsene positiver in die Zukunft blicken

hzGartenprojekt Hörde

Mitten in Hörde gibt es einen Ort, an dem junge Erwachsene ihre Sorgen vergessen können. Der Garten gehört zum Projekt Sputnik - und das braucht noch mehr Unterstützung.

von Rüdiger Barz

Hörde

, 27.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein kleiner verwunschener Garten an der Wellinghofer Straße in Hörde. Das ist der kreative und ruhige Rückzugsort für junge Erwachsene des Projektes Sputnik des Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen NRW (VSE).

Der Ort selbst ist von außen kaum zu sehen, und doch ist er extrem wichtig für die rund 20 begleiteten Menschen. Alle hier haben eine mehr oder minder schwierige Lebens- und Leidensgeschichte hinter sich, sind teilweise durch die Verwaltungsmühle gerutscht, wie Diplom-Sozialpädagogin Anke Köster berichtet. Sputnik kommt aus dem russischen und bedeutet übersetzt so viel wie Weggefährte oder Begleiter. Und als Gefährten verstehen sich die Betreuer und die junge Erwachsenen.

"Es geht um das gesamte Leben"

"Es geht in der Tat um das gesamte Leben", erzählt Köster. "Die Menschen hier sind von Wohnungslosigkeit bedroht oder gar betroffen, haben nicht immer einen geregelten Alltag. Das Gartenprojekt ist ein Gruppenangebot des VSE. Es fördert den Zusammenhalt und die Teamfähigkeit, hilft einen normalen Tagesablauf zu erlangen", berichtet die Sozialpädagogin weiter.

Versteckter Garten in Hörde lässt junge Erwachsene positiver in die Zukunft blicken

Zu einer Bienenweide gehören natürlich auch Bienen. © Rüdiger Barz

Thomas (25) ist einer der Projektteilnehmer und Gründer des Bienenprojektes. Für ihn haben der VSE und das Projekt, wie er erzählt, sehr viel bewirkt. "Ich schaue jetzt, trotz privater Sorgen, positiver in die Zukunft und kümmere mich selbst um eine Arbeitstelle als Kraftfahrer oder erledige meine Gänge zu den Ämtern".


Spenden willkommen

Doch in dem Garten ist noch viel zu tun - auch wenn er jetzt schon ein Raum ist, in dem man seinen Stress vergisst und gerne verweilt, wie die Teilnehmer einhellig sagen. Die Bienenweide will vervollständigt werden und auch im restlichen, zum Teil unstrukturierten Grünteil, muss hier und da noch kräftig Hand angelegt werden.

Dazu braucht es neben Werkzeug und Material auch weitere Gelder. "Der Garten will weiter gepflegt werden und wir müssen noch ein paar Gartengeräte anschaffen", sagt Köster. „Wer spenden möchte, kann sich gerne an uns wenden.“

Das Projekt „Bienenweide anlegen und Insektenhotels bauen“ wird zwar schon durch den Stadtteilfonds der Hörder Stadtteilagentur gefördert, doch der VSE und Sputnik benötigen weitere Unterstützung.

Beim Sputnik können sich volljährige Hilfesuchende selbst melden. In einem oder mehreren Gesprächen wird geklärt, ob und wie Hilfe in Frage kommt. Kontakt ist möglich über den VSE an der Hermannstraße 118, über Telefon: 0231-430080 und über die Homepage.

Förderung

Der Hörder Stadtteilfonds bekommt Geld und verteilt es weiter

  • Der Hörder Stadtteilfonds wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die Europäische Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und die Stadt Dortmund (Stadtplanungs- und Bauordnungsamt).
  • Ebenso Förderer und Finanzierer ist das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Lesen Sie jetzt