Verwaister Westfalenhallen-Parkplatz wird zu Spielwiese für Windsurfer

Corona-Krise

Wegen der Zwangsschließung der Westfalenhallen herrscht auf ihren Parkplätzen momentan gähnende Leere. Am Dienstag spielte sich eine poetische Szene auf der ansonsten trostlosen Fläche ab.

Dortmund

, 22.04.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Windskater an den Westfalenhallen

Ein Windskater an den Westfalenhallen © Thomas Thiel

An den Westfalenhallen herrscht eine komische Stimmung: Der große Komplex ist seit Wochen verwaist, an größere Veranstaltungen wie Konzerte und Messen ist in Zeiten der Corona-Krise nicht zu denken. Entsprechend leer sind auch die riesigen Parkplätze rund um die Hallen – nichts als trostlose Asphaltwüste, wo sonst hunderte, manchmal tausende Autos stehen.

Diese deprimierende Atmosphäre wurde am Dienstagabend für kurze Zeit durchbrochen. In den letzten Strahlen der untergehenden Sonne entfaltete sich plötzlich ein Windsegel, wie man sie sonst nur vom Meer kennt.

Ein Freizeitsportler nutzte den beständigen Wind, um auf ungewöhnliche Weise ein paar Runden auf der großen Asphaltfläche zwischen Westfalenhalle und B1 zu drehen. Er hatte das Windsurf-Segel an ein Skateboard geschraubt und ließ sich so über den Parkplatz gleiten.

Windskaten nennt sich diese Landvariante des Windsurfens. Weil der Widerstand der Rollen bedeutend kleiner ist als der des Wassers, braucht man auch viel weniger Wind, um voranzukommen.

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Die wenigen Spaziergänger und Jogger, die den Windskater bei seinen Wenden und Segeldrehern beobachteten konnten sich für wenige Momente an die Nordsee träumen.

Sie sind der Windskater oder kennen ihn? Dann melden Sie sich! Wir möchten gerne eine Geschichte mit ihm machen. Schreiben Sie an lokalredaktion.dortmund@lensingmedia.de

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