Viele Lanstroper fürchten durch A2-Vollanschluss mehr Verkehr im Ort

hzA2-Vollanschluss

Der Vollanschluss der A2 in Lanstrop und dem Lüner Süden rückt näher. Während die meisten Politiker das rundweg begrüßen, gibt es seitens der Lanstroper Bevölkerung auch kritische Stimmen.

Lanstrop

, 20.06.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der mögliche Baubeginn des A2-Vollanschlusses in Lünen Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres hat nicht nur Begeisterung hervorgerufen. Viele Anwohner Lanstrops fürchten eine Zunahme des Verkehrs im nordöstlichsten Stadtteil Dortmunds. Einer von ihnen ist Kolja Delkus, der an der Ecke Lanstroper Straße/ Am Burhag wohnt. Er und einige seiner Mitstreiter haben immer wieder auf die Auswirkungen für Lanstrop hingewiesen, aber er habe den Eindruck, so Delkus weiter, dass sich die örtliche Politik wenig für solche Themen interessiere.

Einen zweiten Verkehrstag angeregt

Auch habe der „Aktivkreis Ja zu Lanstrop!“ einen zweiten Verkehrstag angeregt, wo über verschiedene verkehrliche Themen gesprochen werden soll. Das habe Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny auch zugesagt - passiert sei bisher jedoch noch nichts in dieser Hinsicht.

Was den A2-Vollanschluss angehe, so glaube er nicht, sagt Kolja Delkus weiter, dass er zu einer Entlastung der Schleichverkehre innerhalb Lanstrops auf dem Weg von oder zu der nächsten Autobahnauffahrt führen werde. Genau dasselbe sei auch für die Öffnung des Burhags für den Durchgangsverkehr prognostiziert worden. Eingetreten sei die Entlastung für die Lanstroper Straße nicht. Besonders wenn demnächst Stau auf der A2 sei, nutzen die Autofahrer weiterhin die Lanstroper Straße als Umgehung, glaubt Delkus.

Viele Lanstroper fürchten durch A2-Vollanschluss mehr Verkehr im Ort

Mehr Verkehr auf der Lanstroper Straße fürchten die Anwohner. © Andreas Schröter

Er sei im übrigen gar nicht generell gegen die neue Autobahnabfahrt, aber sie müsse mit flankierenden Maßnahmen begleitet werden. An der Westicker Straße - also der Verlängerung der Lanstroper Straße auf Kamener Stadtgebiet - seien in den vergangenen Jahren drei neue Kreisverkehr entstanden. Nur in Dortmund sei so etwas offenbar nicht möglich.

Eine Ampel ist an der neuen Aus- und Abfahrt denkbar

Zumindest in Aussicht stellte Winfried Sagolla vom Stadtplanungsamt solche Maßnahmen allerdings schon, wie CDU-Ratsvertreter Uwe Waßmann unlängst von einer Veranstaltung berichtet hatte, in der über den Vollanschluss informiert worden war. So sei eine Ampel an der neuen Aus- und Abfahrt an der Kurler Straße auf Lüner Gebiet - der Verlängerung des Friedrichshagens - denkbar. An der bereits bestehenden Autobahnabfahrt aus Fahrtrichtung Oberhausen hat die Landesbehörde Straßen NRW vor einigen Jahren Poller aufgestellt, um den Verkehr an dieser Stelle nur noch einspurig zu führen. Immer wieder war es dort zuvor zu Unfällen gekommen.

Viele Lanstroper fürchten durch A2-Vollanschluss mehr Verkehr im Ort

Mit solchen Pollern hat Straßen NRW die schon existierende Auf- und Abfahrt am Friedrichshagen vor einiger Zeit sicherer gemacht. © Andreas Schröter

Für das 5 Millionen teure Projekt hat Straßen NRW eine Bauzeit von einem Jahr kalkuliert, inklusive Lärmschutz- und Nebenanlagen. Für den reinen Ausbau werde ein halbes Jahr gerechnet.

Lesen Sie jetzt