Vier Container für den Senegal: Aplerbecker mit Herz verschicken Betten und Inkubatoren

hzSpenden-Aktion

Dank einer Spende der Sparkasse Aplerbeck kann „Aplerbecker helfen mit Herz“ vier Container in den Senegal schicken. Auch wenn es nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“ sei.

Aplerbeck

, 13.08.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Wibke Danckert anfängt über ihre Arbeit bei „Aplerbecker helfen mit Herz“ zu reden, sprüht sie regelrecht vor Ideen. Ständig kommen neue hinzu. Denn es gibt so viel zu tun, nicht nur in Dortmund, sondern auch in Afrika. Auch wenn sie sagt: „Was wir leisten ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Denn die Begeisterung zu helfen einerseits, resultiert auch andererseits aus Unverständnis.

Sparkasse hilft mit einer Geldspende

„Woanders wird alles gebraucht und wir schmeißen noch gute Sachen einfach weg“, sagt sie. „Wir sind eine Wegwerfgesellschaft.“ Das könne sie nicht verstehen. Deshalb hat man sich im Verein überlegt, noch gut erhaltene Sachspenden nach Senegal oder Gambia zu verschiffen. Dorthin, wo die Spenden in Schulen, Waisenhäusern oder Krankenhäusern dringend gebraucht werden. Erst Anfang August verschiffte der gemeinnützige Verein 32 Betten nach Gambia. Ein Container dorthin kostet 3700 Euro plus 760 Euro für den Zoll.

Die Verschiffung eines Containers in den Senegal kostet 2500 Euro

Auch in den Senegal sind die Preise für einen Container mit 2500 Euro hoch. Vier Ladungen will „Aplerbecker helfen mit Herz“ dorthin bringen lassen. Finanzielle Unterstützung gibt es nun von der Sparkasse Dortmund, die 3000 Euro an den gemeinnützigen Verein spendet. Damit sollen zwei der Container bezahlt werden. Durch den Service für Entwicklungsinitiativen, Engagement Global aus Bonn, müsste „Aplerbecker helfen mit Herz“ nur noch 25 Prozent des Preises aufbringen. Der Antrag auf Unterstützung wird aber noch geprüft.

Vier Container für den Senegal: Aplerbecker mit Herz verschicken Betten und Inkubatoren

Die Aplerbecker Sparkassen-Leiterin Jeanette Miksch (l.) überreichte der Vereins-Vorsitzenden Wibke Danckert symbolisch ein Sparschwein. Zum Dank gab es einen geschnitzten Holz-Elefanten aus dem Senegal. © Verena Schafflick

In Saint Louis, Mbur, Thies und Ngekokh werden neben Einrichtungen für Krankenzimmer auch Verbandszeug, medizinischer Bedarf, Rollatoren, Rollstühle und Spielzeug gebraucht. Den Kontakt zwischen bedürftigen Städten und dem gemeinnützigen Verein stellt der zweite Vorsitzende, Abbasse So, her, der gebürtig aus dem Senegal stammt und bis zu seinem 14. Lebensjahr dort lebte. „Und dann entscheide ich nach Bauchgefühl, wohin wir spenden“, erklärt Danckert.

Überlebenschancen steigern

Die Vereins-Vorsitzende war selber noch nie in Afrika, hat sich aber mit dem Kontinent und verschiedenen Kulturen beschäftigt. Deswegen lägen ihr im Senegal und in Gambia gerade die Frauen und Kinder am Herzen: „In diesen Ländern herrscht noch so ein tief verwurzelter Patriarchismus, die Frauen sind eigentlich nur zum Malochen und Kinderkriegen da“, meint Danckert. Durch die Verbesserung von Krankenhäusern sollen die Überlebenschancen von Kindern und Frauen nach der Geburt erhöht werden.

Einen Teil des medizinisches Equipments hat der Verein von der Kinderklink in Herne bekommen, die geschlossen wurde. Unter anderem gab es Inkubatoren, aber auch OP-Kleidung, Mundschutze oder Spritzen.

Jetzt lesen

Außerdem plant „Aplerbecker helfen mit Herz“, ein sogenanntes Kompetenzzentrum im Senegal einzurichten, um Weiterbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Der Dortmunder Pumpenhersteller Wilo will dazu einen Brunnen bauen. Damit sollen die Aufstiegschancen gleichermaßen für Frauen und Männer erhöht werden. Bislang habe nur ein geringer Teil der senegalesischen Bevölkerung Zugang zu höherer Bildung.

Der Verein unterstützt auch Dortmunder

Es werden aber nicht nur Sachspenden gebraucht. Zum Beispiel sammelt Danckert momentan Geldspenden für Jerry. Der Chihuahua aus Aplerbeck hatte einen Bandscheibenvorfall und kann deswegen kaum noch laufen. „Deshalb sammeln wir Geld für einen Hunde-Rollstuhl“, erklärt die Vereins-Vorsitzende. 435 Euro kostet der, 170 Euro haben sie schon zusammen.

Wer Geld spenden möchte, kann dies unter folgender Adresse tun: Aplerbecker helfen mit Herz e.V., IBAN DE22 4405 0199 0101 0316 32. Spenden an Jerry mit „Kenntwort Jerry“ referieren. Außerdem sucht der gemeinnützige Verein nach geeigneten Lagerräumen. Kontakt zu Wibke Danckert hierbei unter Tel. (0173) 73 58 8 43 oder per Facebook. Auch gut erhaltene Spenden sind willkommen.
Lesen Sie jetzt