Vor Mega-Evakuierung am 12. Januar: Klinikum Dortmund bittet an die Kanüle

Aufruf zur Blutspende

Von der Mega-Evakuierung am 12. Januar in Dortmund sind auch Krankenhäuser betroffen. Das Klinikum Dortmund richtet sich jetzt mit einer Bitte an Spender: Es wird dringend Blut benötigt.

Dortmund

, 03.01.2020, 12:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vor Mega-Evakuierung am 12. Januar: Klinikum Dortmund bittet an die Kanüle

Das Klinikum Dortmund ruft vor der Mega-Evakuierung am 12. Januar zur Blutspende auf. © Dieter Menne (Archiv)

Am 12. Januar (Sonntag) werden im Dortmunder Klinikviertel Blindgänger aufgespürt und entschärft. Die deshalb notwendige Mega-Evakuierung wird eine große Herausforderung, Anwohner bekommen das schon Tage vorher zu spüren. Betroffen sind auch drei Krankenhäuser: das Johannes-Hospital, die Kinderklinik für Kinderchirurgie und das Klinikum Dortmund.

Letzteres hat sich jetzt mit einer Bitte an die Öffentlichkeit gewandt. Das Institut für Transfusionsmedizin des Klinikums ruft bereits jetzt alle möglichen Spender dazu auf, rechtzeitig vor dem Wochenende 11./12. Januar zur Blutspende in der Alexanderstraße 6 bis 10 in Dortmund zu kommen.

Blutspende bleibt geschlossen

Denn während der Evakuierung muss die Blutversorgung in den Dortmunder Krankenhäusern nach wie vor sichergestellt sein. Die Blutbank des Klinikums wird an dem betroffenen Wochenende zwar in das Klinikum Nord ausgelagert. Die eigene Blutspende des Klinikums muss allerdings während der Evakuierung des Krankenhauses geschlossen bleiben.

Laut des Direktors des Instituts für Transfusionsmedizin, Dr. Uwe Cassens, müsse man die Depots des Klinikums dringend im Vorfeld der Evakuierung auffüllen. "Die Patienten, die nicht entlassen werden können, werden ja weiterhin von uns betreut."

Bei eventuellen Notfällen müsse die Versorgung mit Bluttransfusionen daher zwingend gewährleistet sein, da man zudem auch die meisten anderen Dortmunder Kliniken mit Blut versorge. Auch dann, wenn der reguläre Betrieb am 13. Januar (Montag) wieder aufgenommen werde, brauche man einen Grundvorrat, so Dr. Cassens.

Blutkonserven bereits knapp

Die Blutkonserven seien laut des Instituts für Transfusionsmedizin auch schon ohne die Evakuierung knapp, die benötigte Blutmenge übersteige die Anzahl der gespendeten Konserven. 50 Liter pro Tag werden benötigt – also Blut von 100 gesunden Spendern. Eine Zahl, die schon länger nicht mehr erreicht werde.

Doch wer darf überhaupt Blut spenden? Geeignet ist hierfür jeder Erwachsene, der zwischen 18 und 68 Jahren alt ist und über 50 kg wiegt. Gespendet werden kann in der Alexanderstraße 6 bis 10 montags und freitags von 8 bis 15 Uhr, dienstags bis donnerstags von 8 bis 19 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr.

Spender bekommen für ihr Blut sogar noch etwas zurück: Beim ersten Mal gibt es einen 20 Euro-Einkaufsgutschein für die Thier-Galerie, ab dem zweiten Mal eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro. Weitere Infos und Anmeldungen zur Blutspende gibt es unter der Tel. 0231-95319999 oder auf der Internetseite des Instituts für Transfusionsmedizin: www.blutspendedo.de.

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