Vorerst kein Zaun am Goethe-Gymnasium – dafür kommt eine große Baustelle

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Der Schulleiter des Goethe-Gymnasiums in Hörde macht sich seit über einem Jahr für einen Zaun rund ums Schulgelände stark. Der kommt vorerst nicht. Trotzdem wird sich bald einiges ändern.

von Alexandra Wachelau

Hörde

, 04.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor allem Graffiti, aber auch auf dem Schulhof kreisende Motorradfahrer haben den Schulleiter des Goethe-Gymnasiums, Christof Nattkemper, im September 2018 dazu veranlasst, bei der Hörder Bezirksvertretung einen Zaun für das Schulgelände zu beantragen. Seitdem gab es viele Ortsbegehungen und Sitzungen. Einen Zaun gibt es nicht.

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Die in Richtung Kleingartenanlage und Hauptschule geplante Teileinzäunung wird in Zukunft zumindest am nördlichen Schulgelände auch nicht mehr notwendig sein: An dieser Stelle soll ein Neubau entstehen.

Neubau im Norden - wie groß dieser wird, ist noch nicht klar

„Wir hatten bereits die Kosten ermittelt und eine Skizze für den Verlauf des Zauns erstellt“, sagt Christof Nattkemper. Dann die Überraschung: Das Schulverwaltungsamt teilte zusammen mit dem Gebäudemanagement dem Schulleiter mit, dass der hintere Schulbereich für einen Erweiterungsbau eingeplant ist. Für Nattkemper sind das „definitiv keine schlechten Nachrichten“: „Wir haben schon lange einen großen Mangel an Unterrichtsräumen“, sagt er.

Der Bedarf an Klassenräumen liege im zweistelligen Bereich, dazu kämen Lehrerzimmer und Verwaltungsgebäude für die Schule, die für den Neubau geplant sind.

Wegen Vandalismus hat der Schulleiter des Gymnasiums 2018 einen Zaun beantragt.

Weil es immer wieder zu Vandalismus-Schäden und Schmierereien auf dem Schulgelände kommt, hat der Schulleiter des Goethe-Gymnasiums schon 2018 einen Zaun beantragt. © Jörg Bauerfeld

Wann der Bau beginnt, steht noch nicht fest. Auch die Größe des Gebäudes ist unklar. Die Bedarfserfassung läuft gerade noch. Im nächsten Schritt wird von Christof Nattkemper und den zuständigen Ämtern die Kostenberechnung für den Anbau festgelegt.

Vandalismus bleibt ein Problem an der Schule

Der geplante Zaun wäre damit – zumindest für die Zeit des Neubaus – nur im Weg. Dennoch ist er für den Schulleiter „nicht aus der Welt“, im Gegenteil: „Die Einzäunung des Neubaus sollte definitiv betrachtet werden“, sagt Christof Nattkemper. Das wird zwar noch einige Jahre dauern. Dennoch kann sich Nattkemper vorstellen, dass das neue Gebäude ein neues Opfer für Vandalismus darstellen wird.

Christof Nattkemper, Schulleiter des Goethe-Gymnasiums.

Christof Nattkemper ist der Schulleiter des Goethe-Gymnasiums. © Foto: Felix Guth

Die neuen Schilder, die nach Beschluss der Bezirksvertretung Ende Dezember auf dem Schulhof aufgestellt wurden, sind ein Beispiel dafür. Die angekündigten Hinweisschilder für Hundebesitzer seien laut Christof Nattkemper kaum noch zu lesen – sie wurden beschmiert und beklebt. „Außerdem lassen sich die Schilder drehen, inzwischen zeigen sie in die falsche Richtung“, bemerkt der Schulleiter.

Trotzdem überwiegt beim Schulleiter die Freude über den Neubau: „Dadurch entstehen natürlich neue Möglichkeiten der Schulplanung, die das Lernumfeld angenehmer machen“, sagt er.

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