VRR und DB Regio reagieren auf Engpässe bei der S-Bahn-Linie 4

Coronavirus

Über unzureichende Verbindungen und zu volle Züge trotz Corona-Gefahr klagen Nutzer der S-Bahn-Linie 4 in Dortmund. Jetzt haben VRR und Deutsche Bahn reagiert.

Dortmund, Lütgendortmund

, 31.03.2020, 17:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die S 4 soll jetzt am frühen Morgen wieder öfter fahren.

Die S 4 soll jetzt am frühen Morgen wieder öfter fahren. © Oliver Schaper

Nur im Stundentakt fahren die S-Bahnen nach dem Sonderfahrplan des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) während der Corona-Krise. Obendrein kommt die erste Bahn der Linie S4 in Lütgendortmund morgens erst um 7.04 Uhr an.

Viel zu spät etwa für die Beschäftigten im Knappschaftskrankenhaus in Lütgendortmund. Die beschweren sich auch über Enge in den Zügen, obwohl nach den Vorgaben der Verkehrsverbünde die Wagen maximal zu 50 Prozent gefüllt sein dürfen, um genug Abstand zum Schutz vor Coronaviren zu bieten.

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Am Wochenende haben Beschäftigte des Lütgendortmunder Krankenhauses einen Protestbrief an den VRR als Auftraggeber für den S-Bahn-Verkehr in der Region auf den Weg gebracht. Und der hatte jetzt überraschend schnell Erfolg - wohl auch unterstützt durch eigene Beobachtungen von S-Bahn-Betreiber DB Regio.

Morgens im Halbstunden-Takt

Man beobachte die Auslastung der Züge regelmäßig und sei bereit, nach zu steuern, hatten DB Regio und VRR versichert. Und das setzen sie nun um: Ab Donnerstag (2.4.) werde die S 4 zwischen 5 und 9 Uhr wieder im Halbstundentakt unterwegs sein, kündigte ein Bahnsprecher an. Ein zentrales Anliegen der Krankenhaus-Beschäftigten ist damit erfüllt.

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