Wanderweg ist seit einem Jahr gesperrt – und bleibt es noch länger

hzAbsturz droht

Ein Wanderweg in Kirchhörde ist seit Anfang 2019 gesperrt. Spaziergänger im Dortmunder Süden hoffen, dass sich das bald ändert. Wird es aber nicht.

Kirchhörde

, 09.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sind nur 160 Meter Weg und zwei Zäune, die alles auf den Kopf stellen. Seit gut einem Jahr ist ein Teilstück eines Spazierweges in Kirchhörde gesperrt. Und seitdem gibt es für einige Menschen kein Durchkommen mehr.

Es geht um einen Weg entlang des Kirchhörder Bachs. Er verläuft von der Hagener Straße bis zur Goerdelerstraße. Bis Anfang 2019 war der Spielplatz an dieser Straße der Endpunkt des Weges.

Das Gute am Weg war eigentlich, dass es hier keine Treppen gab. Wer also mit Kinderwagen unterwegs war, konnte gemütlich durch den Wald spazieren und eine Pause auf dem Spielplatz einlegen.

Das Geländer an den Treppen ist morsch und auch ansonsten nicht sehr stabil.

Das Geländer an den Treppen ist morsch und auch ansonsten nicht sehr stabil. © Michael Nickel

Jetzt endet der Weg aber vor einem Zaun. Und wer noch laufen will, hat zwei Möglichkeiten: Entweder er dreht um oder er läuft 23 unebene Treppenstufen an einem morschen und wackeligen Geländer hoch.

Ist die Treppe gefährlicher als der kaputte Weg?

An diesem Zustand wird sich auf unbestimmte Zeit nichts verändern. Im Mai 2019 war diese Sperrung Thema in der Bezirksvertretung Hombruch.

Die 23 Stufen zwischen Goerdelerstraße und Spazierweg sind relativ naturbelassen.

Die 23 Stufen zwischen Goerdelerstraße und Spazierweg sind relativ naturbelassen. © Michael Nickel

„Aufgrund der derzeitigen Sperrung ist diese Nutzung des sonst stark frequentierten Weges gänzlich ausgeschlossen. Ein Hinweis auf eine Sperrung existiert nicht“, hieß es damals in einem Antrag.

Die Treppe stelle eine größere Gefahrenquelle für Unfälle dar, als der über Jahre abgesenkte Fußweg. CDU und SPD hatten eine schnelle Instandsetzung des Weges gefordert.

Ein Bild aus Oktober 2019: Das Geländer war zerstört, mittlerweile ist es repariert.

Ein Bild aus Oktober 2019: Das Geländer war zerstört, mittlerweile ist es repariert. © Michael Nickel

Der über Jahre absinkende Fußweg ist der Grund für die Sperrung durch das Tiefbauamt. Damals stellte die Stadt an beiden Enden des Teilstückes zunächst Absperrungen auf, ehe sie durch Metallzäune ersetzt wurden.

Im Herbst 2019 war das Geländer an der Treppe nahezu komplett kaputt. Dieser Schaden ist mittlerweile behoben. Doch die Zäune stehen noch immer und werden es auch noch länger. Wie lange, weiß derzeit niemand.

Eine Untersuchung hat ein Ergebnis gebracht

Das geht aus einem Schreiben der Verwaltung als Reaktion auf die Forderung vom Mai 2019 hervor, das für die Sitzung der BV am Dienstag (10.3., 14.30 Uhr) vorliegt.

Neben dem Zaun haben sich die Menschen einen Trampelpfad erlaufen, 160 Meter weiter landen sie wieder an einem Zaun.

Neben dem Zaun haben sich die Menschen einen Trampelpfad erlaufen, 160 Meter weiter landen sie wieder an einem Zaun. © Michael Nickel

„Die Wegeverbindung zwischen Kobbendelle und Goerdlerstraße musste im vergangenen Jahr aus Gründen der Verkehrssicherheit sofort abgesperrt werden“, heißt es in dem Schreiben. Sie drohte, in einigen Teilen abzurutschen. „Aufgrund des Schadenbildes wurde eine Baugrunduntersuchung beauftragt und

durchgeführt.“ Das Gutachten liegt seit Anfang 2020 vor. Und es bringt nichts Gutes für die Spaziergänger.

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„Im Ergebnis zeigt sich leider, dass umfassendere Sanierungsarbeiten notwendig sind als ursprünglich angenommen wurde. Ein Ausführungstermin für die unbedingt erforderliche Sanierung kann zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht genannt werden“, heißt es in dem Gutachten.

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