Wann und warum werden Kinder dick?

10.01.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

500 Dreijährige bekommen demnächst Post: Sie werden gewogen und gemessen, machen einen Sprachtest, lassen sich die Zähne untersuchen und hüpfen herum. Der Grund: Das Gesundheitsamt und die Technische Universität Dortmund wollen herausfinden, in welchem Alter Kinder vornehmlich dick werden und ob bisher eingeleitete Maßnahmen dagegen tatsächlich greifen.

Stadt und Träger wie zum Beispiel die BKK Hoesch haben verschiedene Aktivitäten gestartet, damit Kinder in Dortmund gesund aufwachsen können.

Dazu zählt unter anderem das Projekt "Dortmunder Kinder. Besser essen. Mehr bewegen", in dem zum Beispiel ein tägliches Obst- und Gemüseangebot an Grundschulen aufgebaut wird (RN berichteten).

Jetzt wollen die Organisatoren wissen, ob sich der Aufwand lohnt. Deshalb werden die 500 Kinder untersucht. Dieser Test entspricht im Wesentlichen der Schuleingangsuntersuchung. In drei Jahren unterziehen sich die jetzt Dreijährigen deshalb derselben Untersuchung. Das macht ein Vergleich möglich.

Stadt und Uni bitten alle Eltern, die Einladung zur Untersuchung anzunehmen, damit die Studie voran kommt. Mitbringen sollten sie auch das Vorsorgeheft. Die Kinder werden für ihre Anstrengungen mit Malheft, Buntstiften und Trinkflasche belohnt.

Geleitet wird die Untersuchung von Prof. Günter Eissing von der Uni Dortmund. Durchgeführt wird sie gemeinsam mit dem Gesundheitsamt. Die BKK Hoesch ist nach Angaben von Uni und Stadt "wichtiger Sponsor". Sie leiste damit einen wesentlichen Beitrag zur Vorsorge.

Ziel des Programms ist es langfristig, die körperliche Fitness der Kinder zu verbessern und den Anteil der Übergewichtigen zu senken.

Hintergrund: Europaweit nehmen jene Erkrankungen zu, die durch frühzeitige Prävention hätten durchaus vermieden werden können.

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