Warum das beliebte Bittermarker Dorffest fast abgesagt worden wäre

hzFest der Awo

Keine Gastronomie, keine Gaststätte: Die Bittermark ist eine kleine, fast dörfliche Gemeinde. Umso wichtiger ist daher das Bittermarker Dorffest. Doch das musste fast abgesagt werden.

Bittermark

, 06.06.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir standen kurz vor der Absage“, beginnt die zweite Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Bittermark, Birgit Kamzela-Bode, das Gespräch mit dieser Redaktion in Hinblick auf das Bittermarker Dorffest am Haus Bittermark an der Sichelstraße 22. Der Grund dafür ist zwar offensichtlich, für die Wohlfahrt aber nicht erklärbar: „Seit Jahren gehen uns die Helfer aus.“

Man habe bei der Awo Bittermark keine Ahnung, woran es liegt. „Vielleicht denken die Leute immer noch, dass die Awo ein Verein für alte Leute sei“, versucht Kamzela-Bode zu erklären. Insgesamt fehle es deswegen - wie in allen Vereinen - an Nachwuchs. „Obwohl wir noch ein relativ junger Verein sind“, sagt sie in Bezug auf die Altersstruktur. Und obwohl die Awo Bittermark auch Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene habe. „Von 2 bis 99 Jahren haben wir alles“, so Kamzela-Bode.

Fest als beliebter Treffpunkt

Dennoch fehlen Helfer für das Bittermarker Dorffest am 28. und 29. Juni. Alleine die zweite Vorsitzende würde am Freitag und Samstag jeweils drei Stunden am Grill stehen. Mehr Helfer würden sie da entlasten, „damit ich auch was vom Dorffest habe“. Eine Absage lag deshalb nahe: „Wir wollen die Helfer, die wir haben, ja auch nicht verheizen.“

Doch einfach das Fest aufgeben, will man auch nicht. Schließlich sei das Fest, das die Awo in Zusammenarbeit mit der SPD, der CDU und dem Stadtbezirksmarketing Hombruch organisiert, ein beliebter Treffpunkt in dem südlichen Dortmunder Stadtteil, in dem es keine Kneipen oder Gastronomie gibt. „Da kann man einmal im Jahr zusammenkommen“, sagt Birgit Kamzela-Bode. Man sucht nun nach Freiwilligen, die beim Dorffest am Grill, am Kuchenstand, in der Küche oder beim Kinderfest helfen können. „Man braucht dafür keine Vorkenntnisse und wir richten uns nach den Wünschen der Helfer“, erklärt Kamzela-Bode.

Das Festprogramm

Los geht es am Freitag (28. Juni) um 19 Uhr mit einem Eröffnungssegen von Pfarrer Karsten Schneider, außerdem singt der Chor Um Himmels Willen. Anschließend gibt es ein Fass Freibier sowie Tanz bis 24 Uhr zu Musik von DJ Roger.

Am Samstag (29. Juni) startet um 15 Uhr das Kinderfest am Haus Bittermark mit einer Hüpfburg, Kinderschminken und einem Luftballonwettbewerb. Außerdem haben sich der Pido-Club von DSW 21 sowie die Freiwillige Feuerwehr Löttringhausen Aktionen überlegt. Zeitgleich gibt es im Saal Kaffee und Kuchen für Senioren. Um 20 Uhr beginnt der Dorfabend, wieder mit Musik von DJ Roger. „Dann gibt es auch wieder das beliebte Dorf-Schnitzel“, kündigt Kamzela-Bode an. Freiwillige Helfer können sich bei ihr unter (0172) 281 69 99 melden.

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