Warum der Kirchentag aufs Eis geht

hzEvangelischer Kirchentag

Das gab es noch nie: Ein Zentrum für den Sport bei einem evangelischen Kirchentag. Dort will man ausloten, was Kirche und Sport gemeinsam bewegt. Und das mit vielen prominenten Gästen.

Dortmund

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Falls es Kirchentags-Besuchern bei gutem Wetter zu heiß werden sollte, gibt es Abhilfe: Sie können aufs Eis gehen. Auf einer Eisfläche im Eissportzentrum an der Strobelallee - gleich neben der Westfalenhalle - gibt es sogar „Andachten auf Eis“.

Sie sind einige der zahlreichen Programmpunkte des Zentrums Sport, das es erstmals auf einem Evangelischen Kirchentag gibt.

Warum der Kirchentag aufs Eis geht

Das Eissportzentrum neben der Westfalenhalle wird während des Kirchentages zum "Zentrum Sport". © Oliver Volmerich

„Sport gehört zu Dortmund und in die Region“, erklärt die Präses der westfälischen Landeskirche, Annette Kurschus. „Und der Sport ist eine der großen gesellschaftlichen Bindekräfte unserer Zeit - ähnlich wie der christliche Glaube und die Religion.“

„Der rote Faden des Zentrums sind die Begeisterung und die gemeinsamen Werte“, ergänzt Marit Günther als Kirchentags-Beauftragte der westfälischen Landeskirche, die den Anstoß zum Zentrum Sport gab.

Es wird also viel von Gemeinsamkeiten zwischen Sport und Kirche die Rede sein. „Im Fußballstadion und in der Kirche wird viel gesungen“, stellte BVB-Präsident Reinhard Rauball bei der Vorstellung des Zentrums Sport dazu launig fest.

Prominente Gäste

Rauball ist einer von vielen prominenten Gästen, die an den drei Programmtagen des Kirchentags über die Gemeinsamkeiten von Kirche und Sport diskutieren. Der BVB-Präsident, der auch dem Präsidium des Kirchentags angehört, wird bei einer Podiumsveranstaltung am Freitag (21.6.) um 15 Uhr mit Sportreporter Manfred Breuckmann und Vertretern christlicher Fanclubs von Schalke 04 und BVB über die Bedeutung des Fan-Seins sprechen.

Weitere prominente Gäste des Zentrums Sport sind etwa die Ex-Biathletin Magdalena Neuner, der Dortmunder Paralympics-Champion Hans-Peter Durst, die Kanutin Silke Kassner, FC-St. Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig, Sylvia Schenk für Transparency International und Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Diskutiert wird über die gesellschaftliche Rolle von Sport und Kirche, die Wirkung von Ruhm, Macht und Geld, über Fankultur und die Wirkung von Großveranstaltungen.

Kirchentags-Zehnkampf

Aber es soll im Eissportzentrum nicht nur über Sport gesprochen, sondern auch Sport getrieben werden. Wer will, kann Schlittschuhe ausleihen und sich aufs Eis wagen. Man kann klettern und kicken, durch einen Mobilitätsparcours fahren und einen Kirchentags-Zehnkampf unter dem Titel „Dekathlon“ absolvieren.

Speziell für den Kirchentag entwickelt wurde das „GloBall“-Spiel, eine Variante des Cross-Boccia. Auf den Bällen sind in mehreren Sprachen Werte aufgedruckt, die Sport und Kirche verbinden - von Respekt und Fairplay über Freude und Engagement bis Vertrauen.

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