Warum Max-Wittmann-Schüler nicht auf ihrem Schulhof spielen können

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Wegen einer Sanierung sind die Schüler der Max-Wittmann-Schule derzeit in einem Übergangsgebäude untergebracht. Dort gibt es jedoch ein Problem.

Eving

, 13.09.2019, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Max-Wittmann-Schule wird saniert. Zu Beginn sollte diese Baumaßnahme 2017 eigentlich kaum bemerkbar sein. Man wollte während des laufenden Betriebs einfach immer wieder unterschiedliche Klassen für ein paar Wochen ausquartieren.

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Dass das nicht möglich war, wurde schnell deutlich. Stattdessen hieß es: Alle Schüler müssen raus aus dem Gebäude an der Oberevinger Straße. Während ein Teil der Schüler zum Dollersweg nach Wickede ausgelagert wurde, ging es für den Rest in das Gebäude der ehemaligen Minister-Stein-Schule am Gretelweg.

Drei Jahre am Übergangsstandort

Rund drei Jahre sollen die Schüler etwa noch an ihren Übergangsstandorten bleiben. Eigentlich soweit in Ordnung, wenn es nachher zurück in eine frisch renovierte Schule geht. Doch es gibt ein Problem.

Derzeit gibt es auf dem provisorischen Schulhof am Gretelweg nicht ein einziges Spielgerät. Für eine Schule auch an einem Übergangsstandort eigentlich unvorstellbar. Die Max-Wittmann-Schule will jetzt etwas dagegen tun und stellte einen Antrag auf Finanzierung neuer Geräte an die Bezirksvertretung.

Bei den Lokalpolitikern stieß der Vorschlag zunächst auf großes Verständnis. „Das ist ein sehr schönes Anliegen und auch nachvollziehbar, dass die Schule Geräte möchte“, sagte Alexander Leidag, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, unter Zustimmung der anderen Lokalpolitiker.

Bezirksvertreter sind eigentlich nicht zuständig

Da es sich aber um eine Förderschule handele, habe er sich bereits vorab erkundigt, warum die Bezirksvertreter überhaupt zuständig seien, so Leidag. Die Antwort kam prompt und es habe geheißen, eigentlich sei man nicht zuständig, man habe aber das Geld. Eine Aussage, die bei den Bezirksvertretern für Kopfschütteln sorgte.

Peter Wieseler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, bekräftigte die Bedenken der CDU zur Zuständigkeit: „Es kommen Kinder aus allen Bezirken zur Max-Wittmann-Schule, das ist nicht unsere Aufgabe. Es sind einfach viele Fragen offen, die geklärt werden müssen.“

So ist beispielsweise unsicher, wie lange die Kinder nach der Bauphase überhaupt noch etwas von den Spielgeräten haben. Auch die Frage, was mit den Geräten nach dem Auszug der Max-Wittmann-Schule passiert, steht weiterhin im Raum.

Spielcontainer als provisorische Lösung?

Doch obwohl die Bezirksvertreter die Stadt Dortmund in der Pflicht sehen: Verhindern wollen sie die neuen Spielgeräte nicht. Stattdessen hat Bezirksbürgermeister Oliver Stens eine alternative Idee, die zumindest teilweise die Fragen beantworten könnte.

So könne man möglicherweise mobile Spielcontainer installieren, die nachher flexibel eingesetzt werden können. Bei den anderen Bezirksvertretern stieß dieser Vorschlag auf breite Zustimmung. Lediglich die Prüfung, ob die Geräte für Schüler mit Förderbedarf geeignet sind, müsste in diesem Fall durchgezogen werden.

Entscheidung wird vertagt

Eine endgültige Entscheidung fällten die Bezirksvertreter in ihrer abgelaufenen Sitzung nicht. Stattdessen wolle man sich nun mit den Fraktionsvorsitzenden und der Schulleitung der Max-Wittmann-Schule zusammensetzen.

Dort wird geklärt, ob und in wie weit die Container eine Option sein können. In der nächsten Sitzung im November soll dann über eine Lösung beraten werden, die optimal ist für die Kinder, aber auch die Stadt in die Pflicht nimmt.

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