Warum muss ein Hubschrauber eigentlich auf dem Dortmunder Wall landen?

hzHubschrauber-Einsatz

Der Hiltropwall wurde am Mittwoch (18.11.) spontan zur Helikopter-Landefläche, um einen Krankenhaus-Patienten zu transportieren. Aber warum landete der Hubschrauber nicht direkt am Krankenhaus?

Dortmund

, 21.11.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wegen eines besonderen Notfalls ist am vergangenen Mittwoch (18.11.) der Südwall in Dortmund gesperrt worden. Die Kreuzung am Hiltropwall wurde kurzerhand zur Landefläche für einen Hubschrauber. Mit dem wurde ein Patient vom nahegelegen Klinikum an der Beurhausstraße abgeholt.

Aber warum landet der Hubschrauber nicht einfach auf dem Krankenhaus? Schließlich hat doch jedes große Krankenhaus einen Landeplatz, oder nicht? Zumindest wenn man diversen Krankenhaus-Serien Glauben schenkt.

Lisa Müller, Sprecherin vom Klinikum Dortmund, erklärt auf Anfrage unserer Redaktion, dass es gar keinen Helikopter-Landeplatz auf dem Klinikum-Gelände gibt.

Den darf es auch nicht geben, das werde laut Müller in einer „Krankenhaus-Hubschrauber-Verordnung“ geregelt. Diese Verordnung besagt, dass bei Abflug und Landung der „Rotorwind keine Sachen beschädigt, Personen gefährdet“ oder „unzumutbarer Lärm herbeigeführt“ werden darf. In der Innenstadt sei das schwierig umzusetzen.

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Deshalb die Sperrung am Mittwoch. Das komme laut Klinikum-Sprecherin allerdings „sehr, sehr selten“ vor und nur, wenn die Patienten nicht mit einem Rettungswagen zum Landeplatz am Klinikum Nord gebracht werden können. Der Hubschrauber werde außerdem nur gewählt, wenn es schnell gehen muss oder die Strecke zu lang ist.

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