Auf dem Westenhellweg ist es am Samstag (29.5.) ungewohnt voll geworden. © Hendrik Nachtigäller
Corona-Schutzverordnung

Was wird aus der Maskenpflicht? Stadt Dortmund nennt Zeitplan

Die Inzidenz sinkt, aber die Maskenpflicht weiterhin an vielen Orten in Dortmund? Wird sie bald abgeschafft? Oder bleibt sie bestehen? Die Stadt hat einen Zeitplan genannt.

Dortmund liegt offiziell bei 28,4 – also nicht nur weit unterhalb der 50er-Inzidenz-Marke, sondern mittlerweile auch unter der 35. Hat das Auswirkungen auf die Maskenpflicht? Am Dienstag gab die Stadt einen ersten Einblick in ihre Pläne.

In der Pressekonferenz nach der Sitzung der Rathaus-Chefs erklärte Ordnungsdezernent Norbert Dahmen: Automatisch verlängern wolle man die Maskenpflicht wohl nicht. „Wir haben sie ja bisher seit Oktober immer wieder verlängert.“

Inzidenz noch nicht niedrig genug

Aktuellster Stand: Bis einschließlich Montag, 21. Juni, muss man in den Fußgängerzonen Masken tragen – etwa auf dem Westenhellweg und in den Zentren einiger Stadtteile wie Hörde. Von freitags bis sonntags gilt die Maskenpflicht auch in vielen Parks sowie rund um den Phoenix-See, zumindest ab 12 Uhr. Doch in weniger als zwei Wochen endet die aktuelle Regelung für alles.

„Wir werden neu evaluieren“, kündigte Dahmen an. Und trotz sinkender Inzidenzen wolle man nicht vorschnell die Maskenpflicht abschaffen. Es gelte ja nicht nur, einen Wert von unter 35 zu halten.

In zwei Landkreisen in Deutschland sei die Inzidenz aktuell schon bei 0, in einigen weiteren deutlich und offenbar stabil unter 10. Das müsse auch für Dortmund das Ziel sein. Insofern sei die Lage nicht ungefährlich.

Wichtig: Wo begegnen sich viele Menschen?

„Noch ist Vorsicht geboten. Jetzt ist zum Beispiel der Handel wieder offen“, erläuterte Dahmen. Das sei anders als zum Zeitpunkt im Herbst 2020, als Dortmund die Maskenpflicht in der Innenstadt beschlossen habe. Dadurch würden sich mehr Menschen begegnen. Und das sei ja auch ein wesentlicher Punkt in den Parks gewesen.

Dort gelte die Maskenpflicht ja ganz bewusst nur für die Wege, nicht für die Wiesenflächen dazwischen. Besondere Vorsicht müsse dort gelten, wo sich viele Menschen begegnen. Das sei etwas anderes, als wenn Menschen in kleinen Gruppen auf einer Decke auf einer Wiese säßen, also mit Abstand zu anderen Gruppen und unter freiem Himmel.

Ist auch ein Appell denkbar?

„Wir werden zwischen Parks und Fußgängerzonen differenzieren“, kündigte Dahmen an. Denkbar wäre auch ein Maskengebot, also keine Verpflichtung, sondern nur ein Appell. Dazu allerdings äußerte sich Dortmunds Ordungsdezernent am Dienstag nicht. Dazu stellte er zwei andere Dinge klar.

Einerseits: „Wir verlängern es nicht ungefiltert.“ Aber auch: Dass die aktuelle Maskenpflicht in knapp zwei Wochen auslaufe und so nicht fortgeschrieben werde, bedeute nicht, dass es keine Maskenpflicht mehr geben werde. Man müsse die aktuelle Situation dann neu bewerten.

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Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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