Waschmittel im Kofferraum war nicht zum Waschen gedacht

Zollkontrolle

Zollbeamte hatten bei einer Kontrolle auf der A2 den richtigen Riecher. Für saubere Wäsche waren die Waschmittel und Weichspüler, die sie in einem Kofferraum endeckten, sicher nicht gedacht.

Dortmund

06.02.2020, 13:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Waschmittel im Kofferraum war nicht zum Waschen gedacht

In einer Packung Waschmittel machten Zollbeamten einen erstaunlichen Fund. © Hauptzollamt Dortmund

Betäubungsmittel? Waffen? Mehr als 10.000 Euro? Auf alle diese Fragen hatte der Fahrer eines Autos mit polnischem Kennzeichen mit „Nein“ geantwortet. Bei der Kontrolle am Mittwoch (29.1.) merkten die Zollbeamten aber schnell, dass daran etwas nicht stimmte.

Wie das Hauptzollamt Dortmund mitteilt, hatten die Beamten den Wagen gegen 17 Uhr auf der A2 an der Anschlussstelle Dortmund-Lanstrop aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Durchsuchung des Autos stießen sie im Kofferraum auf mehrere Waschmittelverpackungen, drei Flaschen Weichspüler und eine Flasche Wodka mit grüner Flüssigkeit – alles nur Tarnung, bemerkten die Zollbeamten schnell.

Über ein Kilo Kokain im Gepäck

Mithilfe einer Drogenanalyse kamen die Zollbeamten dem Schmuggler auf die Schliche. Bei der grünen Flüssigkeit handelte es sich um einen Liter „Liquid Ecstasy“. Im Waschpulver war ein Päckchen mit 1,1 Kilo Kokain versteckt und auch der Inhalt der drei angeblichen Weichspülerflaschen war sicher nicht zum Waschen gedacht.

Vielmehr handelte es sich um Methadon, ein synthetisch hergestelltes Schmerzmittel. Wer keine Genehmigung für den Besitz und Handel mit Methadon hat, macht sich strafbar.

Nach der Kontrolle wurde der Fahrer vorläufig festgenommen. Ihn erwartet ein Verfahren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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