Wasser für den Paketboten - wie ein Facebook-Post Dortmund verändert

hzTolle Aktion

Eine freundliche Geste schlägt im Netz hohe Wellen. Während der heißen Tage Ende Juni hatten Anwohner in Kirchhörde Mitleid mit ihren Paketboten. Das hat nun Auswirkungen auf ganz Dortmund.

Dortmund, Kirchhörde

, 05.07.2019, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Klavierlehrer Dietmar Korthals während der Hitzewelle der letzten Woche nach einer Klavierstunde in einem Hausflur an der Bozener Straße in Kirchhörde stand,

da staunte er. Im Flur hatten nette Hausbewohner Wasserflaschen für den Paketboten hingestellt. Ein Schild wies die Boten darauf hin. „Ich habe das gesehen, fotografiert und noch während ich ins Auto stieg, bei Facebook gepostet“, erzählt der Klavierlehrer.

Und damit löste der 54-jährige Dortmunder im Netz eine wahre Lawine aus. Innerhalb kurzer Zeit gab es in der Gruppe „Du bist Dortmunder wenn...“ mehr als 100 Kommentare unter dem Post, über 1000 Mal wurde die Aktion mit Likes und Herzen belohnt.

„Man freut sich wie ein kleines Kind“

„Ich arbeite als Elektriker teilweise bei dem Wetter auch auf dem Dach. Da freut man sich über eine kalte Flasche Wasser wie ein kleines Kind im Süßwarengeschäft“, schrieb ein User. Und offenbar sind die Menschen in Kirchhörde auch nicht die einzigen, die an andere denken. „Unser Bote bekommt immer Wassereis oder ein Getränk“, schreibt etwa die Dortmunderin Jennifer Mertens.

Wassereis verteilt auch eine andere Facebook-Userin, die die Reaktion der Paketboten so beschreibt: „Die gucken zwar völlig erstaunt, aber freuen sich dann voll süß wie die Kinder...“ „Cool. Das mache ich nach“, freut sich eine andere Dortmunderin direkt darunter in der Gruppe. Und so wie sie, haben sich in den weiteren Kommentaren viele Menschen vorgenommen, dem guten Beispiel zu folgen. Und es macht offenbar tatsächlich Schule. Menschen berichten unter dem Post, wie sie Lieferanten, Boten und Handwerkern Erfrischungen anbieten - „Das sind meine Dortmunder. Ich bin stolz auf Euch!“, freut sich ein Nutzer darunter.

Ein letztes Geheimnis bleibt

Doch wer hat denn nun in Kirchhörde eigentlich die Flaschen für den Paketboten in den Hausflur gestellt? „Ja, das habe ich mich auch gefragt“, sagte ein älterer Nachbar, der auch in dem Haus wohnt. Und es bleibt wohl auch bis auf Weiteres ein Geheimnis. Denn der Senior des Haues hat zwar einen Verdacht und wollte auch einen Kontakt vermitteln – allerdings hat sich bislang noch niemand in der Redaktion gemeldet.

Haben Sie selbst etwas besonders Nettes erlebt? Dann schreiben Sie uns gerne entweder unten in den Kommentaren oder per Mail an Lokalredaktion.Dortmund@lensingmedia.de

Wasser für den Paketboten - wie ein Facebook-Post Dortmund verändert

Der originale Facebook-Post.


Schlagworte:
Lesen Sie jetzt