Wegen Kinderpornografie-Vorwürfen: Bekannter Theologe verlässt Metzelder-Stiftung

Christoph Metzelder

Ermittlungen gegen Christoph Metzelder: Theologe Peter Schallenberg verlässt Metzelders Stiftung. Schallenberg ist durch sein Wirken in Dortmund und Schwerte in der Region sehr bekannt.

Dortmund, Schwerte, Haltern

, 07.09.2019, 19:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen Kinderpornografie-Vorwürfen: Bekannter Theologe verlässt Metzelder-Stiftung

Gegen Ex-Nationalspieler stehen schwere Vorwürfe im Raum. © dpa

Schwere Vorwürfe gegen Ex-Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder stehen im Raum. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 38-Jährigen, da er kinderpornografische Fotos an eine Hamburgerin verschickt haben soll.

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Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, ist jetzt ein in Dortmund und Schwerte bekannter Theologe aus dem Kuratorium der Metzelder-Stiftung ausgetreten: Dr. Peter Schallenberg.

Der Paderborner Professor begründete seinen Rücktritt am Freitag (6.9.) gegenüber dpa so: Er tue das zum einen wegen „der Schwere der Vorwürfe“ und zum anderen „wegen des mir unbegreiflichen Schweigens sowohl des Christoph Metzelder wie auch der Stiftung“. Das sei, aus seiner Sicht, „angesichts der Schwere der Anschuldigung ebenso unbegreiflich wie unangemessen“.

Stiftung gibt keine weitere Stellungnahme ab

Schallenberg betont gegenüber dpa aber auch: „Dieser Rücktritt vom Kuratorium gilt im Rechtsstaat selbstverständlich unbeschadet der Unschuldsvermutung bis zum Beweis der Schuld.“

Schallenberg war von 1991 bis 1995 als Vikar in Schwerte tätig. 1997 wurde er als Direktor des Sozialinstitut Kommende Dortmund berufen und war währenddessen Subsidiar in der St.-Ewaldi-Gemeinde im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck.

Die Internetseite der Metzelder-Stiftung ist geschlossen. Bei Eingabe der Internetadresse gelangt man lediglich zu dem Hinweis, dass die Stiftung mit Blick auf das laufende Verfahren „keine weitere Stellungnahme abgeben“ werde. Metzelder selbst werde demnach jedoch seine Ämter „bis zur finalen Aufklärung des Ermittlungsverfahrens ruhen lassen.“

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