Weihnachts-Amnestie: JVA Dortmund entlässt 12 Gefangene frühzeitig

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Die JVA Dortmund hat 12 Gefangene vor dem eigentlichen Ende ihrer Haftstrafe entlassen. Der Grund dafür ist eine besondere Weihnachts-Tradition.

Dortmund

, 01.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die JVA Dortmund hat 12 Gefangene vorzeitig entlassen. Grund dafür ist eine besondere Tradition: die Weihnachts-Amnestie. Jedes Jahr im November werden Gefangene, die bestimmte Auflagen erfüllen, frühzeitig vor den Feiertagen in die Freiheit entlassen.

Möglich sei das für Gefangene, deren eigentliches Haftende in den Zeitraum vom 14. November bis zum 6. Januar gefallen wäre, sagt JVA-Leiter Ralf Bothge.

Bedingungen für die Amnestie

Laut Ralf Bothge müssen Gefangene dafür einige Kriterien erfüllen.

  • Sie mussten sich bereits vor dem 13. Oktober in Haft befunden haben.
  • Sie durften keine Straftaten während des Vollzugs begangen haben.
  • Gegen sie durften seit dem 30. Juni keine Disziplinarmaßnahmen verhängt worden sein.
  • Sie mussten einen gesicherten Lebensunterhalt und eine Unterkunft für die Zeit nach dem Vollzug nachweisen.

Unabhängig davon könne Gefangenen auch wegen besonderer Umstände die vorzeitige Entlassung verwehrt werden.

Meist kleinere Straftaten

„In der Regel sind es keine Schwerverbrecher, die für eine Amnestie in Frage kommen“, sagt Bothge. „Diebe oder Betrüger zum Beispiel.“ Generell gelte, wenige Wochen früher entlassen zu werden, habe keine negative Auswirkung auf die Resozialisierung.

Insgesamt wurden in NRW 522 Gefangene entlassen. Übrigens müssen die Gefangenen der Entlassung auch selbst zustimmen.

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