CDU will sich weiter für Weihnachtsbaum-Aufbau in Dortmund einsetzen

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Die Entscheidung der Stadtspitze, den Aufbau des Riesen-Weihnachtsbaums auf dem Hansaplatz zu stoppen, stößt auf ein geteiltes Echo. Auch in der Dortmunder Politik ist man sich uneinig.

Dortmund

, 05.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hurra schreien werde wohl niemand, vermutete Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal als er am Dienstag (3.11.) die Entscheidung des Verwaltungsvorstands verkündete, den größten Weihnachtsbaum der Welt in diesem Jahr nicht aufzubauen.

Die Sorge ist, dass der Baum auch ohne den corona-bedingt abgesagten Weihnachtsmarkt zum Anziehungspunkt für Menschen wird. Kontakte zwischen Menschen sollen aber mit den aktuellen Corona-Maßnahmen unterbunden werden.

„Der Weihnachtsbaum bringt Licht in unser Leben“

Auf Bedauern stößt die Entscheidung nicht nur bei Händlern in der City, sondern auch in der Politik. Die CDU-Ratsfraktion hatte sich schon am Montag geschlossen für die Fertigstellung des Weihnachtsbaums ausgesprochen „und wird auch weiter dafür eintreten“, wie es in einer Mitteilung heißt.

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„Für viele Menschen ist die momentane Situation extrem entbehrungsreich und mit gravierenden Einschnitten im alltäglichen Leben verbunden. Gerade deshalb wollen wir mit der Fortsetzung des Weihnachtsbaum-Aufbaus ein wichtiges Zeichen setzen“, erklärt der neu gewählte Fraktionsvorsitzende Dr. Jendrik Suck.

„In der christlichen Tradition symbolisiert der Weihnachtsbaum Lebenskraft und die Hoffnung auf neues Leben. Er ist ein Sinnbild für die Botschaft von Weihnachten: Der Weihnachtsbaum bringt Licht in unser Leben.“

Tradition und Symbolkraft des Weihnachtsbaumes sollten nicht allein finanziellen Erwägungen geopfert werden, meint Suck. Die CDU erinnert daran, dass die Finanzierung des Baums durch einen Ratsbeschluss gesichert ist. Der Rat hatte im Oktober bis zu 300.000 Euro dafür freigegeben, um die Schausteller in der Corona-Krise zu unterstützen.

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Die CDU hätte es gut gefunden, wenn man eventuell den Wochenmarkt rund um den großen Weihnachtsbaum um einige Weihnachtsstände erweitern könnte. „Das würde nicht nur den arg gebeutelten Schaustellerinnen und Schausteller helfen, sondern zumindest für ein wenig Weihnachtsstimmung in der City sorgen“, meint Suck.

Lange Diskussion um den Baum

Rückendeckung für den Abbau des Weihnachtsbaums gibt es dagegen aus der SPD-Ratsfraktion. Allerdings fiel das Votum dort sehr knapp aus, berichtet Fraktionsgeschäftsführer Andrew Kunter. „Es hat eine lange Diskussion gegeben“, erklärt er.

Die Fraktionen der Grünen und von Linke+ hatten schon den Beschluss, 300.000 Euro für den Baum zur Verfügung zu stellen, nicht mitgetragen. Die Fraktion FDP/Bürgerliste sei in die Entscheidung, den Baum nicht weiter aufzubauen, nicht mit einbezogen gewesen, betont der Fraktionsvorsitzende Michael Kauch. Für seine Fraktion gebe es noch sehr viele Fragen etwa zu dem schon ausgegebenen Geld für den Aufbau.

In der Politik geht man aber davon aus, dass eine neue Ratsentscheidung zum Nicht-Aufbau des Baumes nicht nötig sein wird.

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