Nicht nur das Feuerwehrauto selbst braucht Platz. Auch Stützen und Schläuche müssen irgendwo hin. © Björn Althoff
Meinung

Weil Sie so blöd parken, können Menschen sterben

Langen Tag gehabt und keine Lust, noch länger einen Parkplatz zu suchen? Hier stelle ich mich jetzt einfach hin? Unser Autor sagt: Das kann Leben kosten, vielleicht sogar Ihres.

Stellen Sie sich das mal vor: Feuer. In Ihrer Wohnung. Und plötzlich kein Durchkommen mehr zum Treppenhaus, nach draußen, in die Rettung. Letzte Zuflucht: der Fensterrahmen.

Sie schauen raus. Blaulicht, Sirene, die Feuerwehr, was ein Glück. Die Flammen hinter Ihnen schlagen schon durchs Zimmer. Aber was ist das?

Der Leiterwagen bremst? Dahinten schon? In 50 Meter Entfernung? Ja, gut, ein bisschen eng ist das vielleicht. Passt das nicht? Wer hat denn da so rücksichtslos geparkt?

Ist das etwa Ihr Auto?

Entsetzen im Blick: Ihr Auto ist das. Ja, klar, gestern Abend, lange herumgekurvt, dann da gehalten. Machen andere doch auch. Da steht immer jemand. Heute aber Sie.

Beziehungsweise: Da steht Ihr Auto. Sie stehen immer noch im Fenster und spüren die Hitze näher und näher hinter sich, hier oben im vierten Stock.

Eine Sache können Sie tun

Eine absurde Situation, die ich hier schildere? Nein. So etwas kann passieren. Weil Parkraum knapp ist. Ja: Man könnte mehr Parkplätze schaffen, könnte Autos ganz verbannen aus manchen Straßen, zumindest aus den engen.

Aber etwas kann man, nein: können auch Sie tun, um Menschenleben zu retten: sich nach dem Aussteigen nochmal umsehen und fragen, ob da wirklich genug Platz ist für ein großes Feuerwehrauto mit ausgefahrenen Stützen links und rechts. Und falls nein: nochmal wegsetzen und weitersuchen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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