Weiterführung der U41: Das sagt die DSW21 zu den Wünschen der Politik

hzÖffentlicher Nahverkehr

Eine bessere Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist immer wieder ein Thema im Dortmunder Süden. Dabei geht es nicht um Busse, sondern um die Stadtbahn. Jetzt äußert sich die DSW21.

Aplerbeck

, 26.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Thema ist kein neues, aber immer wieder aktuell: Es geht um einen möglichen Ausbau der U-Bahnlinien U41, U47 und U49.

Bei letzterer gehen die Chancen wohl gegen Null. Das bestätigte auch noch einmal die DSW21. Zumal auch der gewünschte Endpunkt der Bahn an der Busenbergstraße nicht infrage kommt.

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Das Grundstück gehört der Katholischen Kirche und soll als Gemeindeparkplatz ausgebaut werden. Einen Versuch, den Weiterbau der U47 wieder ins Gespräch zu bringen, gab es 2018 noch einmal durch die Aplerbecker Politik.

Drei Linien stehen im Fokus

Das Ziel: eine Anbindung an den Bahnhaltepunkt Aplerbeck Süd. Hier soll irgendwann einmal die alte Brücke über die Bahntrasse erneuert werden. Die Gelegenheit wolle man nutzen, um die Stadtbahn, die heute am Marsbruchplatz ihre Endstation hat, weiterzuführen, so die Aussage von Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel (SPD).

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Ein großes Problem hierbei ist aber der umgebaute Ortskern, in den jede Menge Fördermittel geflossen sind. Denn durch den würde eine Weiterführung der U47-Trasse verlaufen.

Der Wunsch der Aplerbecker Politik wäre ein Weiterbau der U41 bis zu dieser Brücke an der Wittbräucker Straße.

Der Wunsch der Aplerbecker Politik wäre ein Weiterbau der U41 bis zu dieser Brücke an der Wittbräucker Straße. © Jörg Bauerfeld

Um eine Rückzahlung eben dieser Fördermittel zu vermeiden (bei einem Eingriff in den umgebauten Bereich), wird es hier vor 2031 keine weiteren Planungen geben.

Politik will an dem Thema dran bleiben

Bleibt aus Aplerbecker Sicht nur noch die U41. Endhaltestelle der Stadtbahn, die aus Richtung Lünen kommt, ist der Hörder Clarenberg. Eine Weiterführung der Trasse bis nach Berghofen war auch immer wieder Thema und soll, so die einheitliche Meinung der Politik auch weiterverfolgt werden.

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Aber auch dieser Wunsch wird wohl nicht in Erfüllung gehen, obwohl auch in den sozialen Medien eine Weiterführung einer der U-Bahnen durchaus als positiv angesehen wird. Denn dieses Unterfangen würde wohl einfach zu teuer werden. Weder Stadt noch DSW21 möchten dafür Geld in die Hand nehmen.

Nutzen und Machbarkeit sind wichtig

„Die Überlegungen zur U41 sind Teil des Stadtbahnentwicklungskonzepts von 2008 und damit nicht neu. Grundsätzlich sind bei Stadtbahnverlängerungen viele Aspekte zu berücksichtigen, vor allem der volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Nutzen sowie die Machbarkeit“, sagt Britta Heydenbluth, Pressesprecherin der DSW21.

Ein Ausbau gehe besonders bei schwieriger Topografie und wenn Unterquerungen, Brücken oder Tunnel nötig seien, schnell in zweistellige Millionenbeträge. Das gehe nur mit Fördermitteln, so Heydenbluth.

Zwar sei mit der Verlängerung der U41 im Rahmen der integrierten Gesamtverkehrsplanung durch das Land NRW ein vorteilhafter Nutzen identifiziert worden, es würden aber andere Projekte priorisiert.

So die Erschließung der Westfalenhütte mit einer Verlängerung der U44 sowie die Anbindung des früheren Hoesch-Spundwand-Geländes an der Rheinischen Straße und der zweigleisige Ausbau der U43 auf dem Hellweg.

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