Wenn es juckt und kneift

Erkrankungen am Enddarm

08.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

So peinlich, dass viele von den Betroffenen sogar ihren langjährigen, vertrauten Arzt meiden und lieber zu einem ihnen unbekannten Kollegen gehen. Zu intim ist ihnen der betroffene Körperbereich: «Wenn es juckt und kneift... Erkrankungen am Enddarm» heißt das Thema der nächsten Nachtvorlesung im Amphi-Saal des Harenberg City Centers. Am Dienstag (5. 6.) spricht Prof. Dr. Laurenz Jostarndt, Chefarzt der Chirurgie am St.-Johannes-Hospital, ab 19.30 Uhr über Krankheiten, die vielen Menschen buchstäblich unter dem Gesäß brennen. Damit geht die erfolgreiche Medizin-Runde von St.-Johannes-Hospital, Ruhr Nachrichten und Radio 91,2 in die nächste Runde. Und die dürfte wieder so gut besucht werden, wie gewohnt: «Enddarm-Krankheiten bekommt fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens», so Prof. Jostarndt. Sie seien wirklich extrem häufig. Analfissuren, Abszesse und Fisteln gehören dazu, Analekzeme und Pilzerkrankungen, natürlich Hämorrhoiden und leider auch Tumorerkrankungen. «Es sind Erkrankungen, die häufig extrem schmerzhaft sind und deshalb echt unter die Haut gehen», weiß der Facharzt. In diesem sensiblen Bereich befänden sich viele Nerven - zur Erhaltung der Schließmuskelfunktion. Prof. Jostarndt wird in seinem Vortrag auf die einzelnen Symptome eingehen, auf neueste OP-Verfahren bei Hämorrhoiden, gewebeschonende Eingriffe, die kaum noch Wundheilungsstörungen nach sich ziehen, aber auch auf die richtige, ballaststoffreiche Ernährung, zu der natürlich ausreichendes Trinken gehört, und auf gute Salben-Therapien, z. B. für Fissuren. Rund 200 Operationen am Enddarm führt seine Klinik jährlich durch, «aber vieles kann auch ohne OP gut behandelt werden», beruhigt der Chefarzt. bö Kostenlose Eintrittskarten liegen - solange der Vorrat reicht - im Service Center der Ruhr Nachrichten, Westenhellweg 86-88, an der Information des St.-Johannes-Hospitals, Johannesstraße 9-17, und bei Radio 91,2, Karl-Zahn-Straße 11, bereit.

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