Ozzy Osbourne und Judas Priest im Sitzen: Westfalenhallen nehmen wieder Betrieb auf

hzKonzerte und Großveranstaltungen

Messe-Gedrängel und Livemusik-Ekstase Schulter an Schulter sind aktuell unvorstellbar. Aber in den Westfalenhallen soll das trotzdem möglich sein – unter besonderen Voraussetzungen.

Dortmund

, 18.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf rund 60.000 Quadratmetern bieten die Westfalenhallen in Dortmund Platz für bis zu 15.400 Menschen. Regelmäßig finden hier Events wie die German Comic Con oder der Riesen-Rave „Mayday“ statt. Aber auch Künstler wie die Metal-Größen Slipknot, die Deutschrapper K.I.Z. oder die Kelly Family sind schon in den Veranstaltungshallen aufgetreten.

Doch dann kam das Coronavirus: Seit dem Lockdown im März sind zahlreiche Veranstaltungen ganz ausgefallen, viele weitere mussten ins nächste oder übernächste Jahr verschoben werden. Fast ein halbes Jahr ohne Regelbetrieb. Die Dortmunder Westfalenhallen GmbH stellt sich auf „ein historisch schlechtes Jahr“ ein.

Messen finden (fast) wie gewohnt statt

Aber es gibt ein (kleines) Licht am Ende des Corona-Veranstaltungsverbot-Tunnels. Mittlerweile können in den Westfalenhallen wieder Veranstaltungen stattfinden, wenn auch unter besonderen Auflagen gemäß der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

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Das kommt besonders den Messen und Kongressen in den Westfalenhallen entgegen. Denn die „dürfen unter Einhaltung von Auflagen und einem im Vorfeld abgestimmten Hygienekonzept durchgeführt werden“, wie Li Listmann, Marketing- und Sales-Leiter der Westfalenhallen, erklärt.

Breitere Gänge sollen den Besuchern ermöglichen, die Abstandsregeln einzuhalten. Zusätzlich soll es mehr Außen-Gastronomie und Sitzmöglichkeiten geben. Dort können die Besucher ihre Maske ablegen, sonst gelte laut Listmann „eine Tragepflicht der Mund-Nasen-Schutzmaske“. Um in einem Infektionsfall die Besucher nachverfolgen zu können, wird es Tickets nur online geben.

Für die Tattoo-Messe „TattooCon“ vom 9. bis 11. Oktober sollen zusätzlich noch mehr Desinfektionsspender aufgestellt und die Sanitätsdienste aufgestockt werden.

Wie Live-Shows genau stattfinden ist unklar

Bei Shows und Konzerten wird das Konzept „noch etwas anders“ aussehen, so Listmann. Es lägen schon „abgestimmte Schutz- und Hygienekonzepte“ vor.

Die Westfalenhallen werden nach der Corona-Zwangspause wieder belebt

Große Schilder weisen die Westfalenhallen-Besucher am Eingang auf die Corona-Schutzmaßnahmen hin. © Julien März

Auf der Webseite des Veranstaltungszentrums werden schon einige Liveshows angekündigt: Die Comedians Torsten Sträter (7.11.) und Mario Barth (14.11.) werden in Dortmund unter den Voraussetzungen dieser neuen Konzepte auftreten. Wie die genau aussehen, beantworten die Sprecher der Westfalenhallen auch trotz mehrfacher Anfragen unserer Redaktion nicht.

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Eine Sache ist allerdings schon klar: Listmann erklärt, dass eine geringere Zuschauerzahl vorgesehen sein wird, als vor Corona. Ähnlich wie in den anderen Konzert-Locations in Dortmund. Das könnte am 11. November nochmal spannend werden.

Denn dann treten die Alt-Rockstars Ozzy Osbourne und Judas Priest in Dortmund auf – der 71-jährige Osbourne holt seine Abschiedstour nach, die erst 2019 wegen diverser Krankheitsfälle und dann Anfang des Jahres Corona-bedingt verschoben werden musste. Die Musiker sind trotz ihres fortgeschrittenen Alters nach wie vor für energiegeladene Konzerte bekannt.

Vermutlich werden sie in Dortmund vor einem sitzenden Publikum oder vor in Steh-Zirkeln separierten Menschen auftreten müssen. Wahrscheinlich wird es ein Konzert werden, wie es Ozzy Osbourne und Judas Priest in ihrer 50-jährigen Bühnenkarriere noch nie gespielt haben. Ob das auf Kosten der Stimmung gehen wird, wird sich zeigen.

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