Westfalia Hombruch baut um für mehr Klimaschutz

hzVereine in Dortmund

Mit rund 1300 Mitgliedern ist Westfalia Hombruch einer der größten Sportvereine in Dortmund. Nun sorgen die Umkleiden dafür, dass das Vereinsheim klimafreundlicher wird.

Hombruch

, 18.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn auf der Tennisanlage von Westfalia Hombruch Normalbetrieb herrscht, dann ist das nicht gut für die Wände des Vereinsheims.

Denn innerhalb weniger Stunden nutzen in der Regel 6 Mannschaften mit jeweils 10 bis 12 Spielern die beiden Umkleiden mit Dusche. „Dann wird ständig geduscht und man sieht vor lauter Dampf die Hand nicht mehr vor Augen“, sagt der Vereinsvorsitzende Gerd Schlebrowski.

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Bislang ist die einzige Lösung zum Durchlüften ein gekipptes Fenster. Also will die Westfalia nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Es soll eine Belüftungsanlage her, die gleichzeitig besonders klimafreundlich ist. Zudem soll die Beleuchtung innerhalb des Vereinszentrums ausgetauscht werden.

Das Licht in der Halle stimmt schon

Mit diesen Aktionen geht Westfalia Hombruch einen Weg weiter, den der Verein schon länger beschreitet.

In der Tennishalle hängt seit rund zwei Jahren eine energiesparende LED-Beleuchtung.

In der Tennishalle hängt seit rund zwei Jahren eine energiesparende LED-Beleuchtung. © Michael Nickel

In der Tennishalle an der Kieferstraße 34 mit zwei Plätzen sind vor gut zwei Jahren die alten Leuchten durch LED-Lichter ersetzt worden. „Sie verbrauchen 60 Prozent weniger Strom bei 60 Prozent mehr Leistung“, sagt Burkhard Voss, Vorsitzender der Tennisabteilung.

Die Vorteile: „Die Röhren müssen quasi nicht ausgetauscht werden, das Licht geht nur an, wenn der Platz gebucht ist und das komplette Spielfeld ist ausgeleuchtet“, sagt Voss.

Bei der Sanierung der Beleuchtung erhielt der Verein Hilfe von höchster Stelle. Eine Förderung gab es nämlich vom Bundesministerium für Umwelt über dessen nationale Klimaschutz-Initiative.

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„So etwas nur aus Eigenmitteln zu finanzieren, ist schwierig“, sagt der Vereinsvorsitzende Gerd Schlebrowski. Kleinere Arbeiten wie den Austausch von 30 Jahre alten Fliesen könne die Vereinskasse allerdings stemmen.

So richtig zieht hier kein Wasserdampf ab. Noch nicht.

So richtig zieht hier kein Wasserdampf ab. Noch nicht. © Michael Nickel

Die neue Belüftungsanlage in den Umkleiden kostet zusammen mit einem Austausch der Beleuchtung hingegen mehr als 20.000 Euro.

„Wir müssen was für die Umwelt tun“

Die Stadt Dortmund hat für solche Fälle einen eigenen Fördertopf, die sogenannte Sportpauschale. Zuletzt hat der Hombrucher SV davon profitiert, als er sich um eine Erneuerung der Flutlichtanlage an der Deutsch-Luxemburger Straße bemüht hat. Jeweils 50 Prozent der fast 40.000 Euro kamen von der Stadt und von der Bezirksvertretung Hombruch.

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Eine Zusage der Stadt für eine Förderung hat Gerd Schlebrowski schon erhalten, auch die Lokalpolitik hat ihre Unterstützung zugesagt, so wie vor einem Jahr bei den neuen Duschen.

Ein gekipptes Fenster ist bislang die einzige Möglichkeit für bessere Luft. Nachts muss das aber geschlossen bleiben - auch wenn direkt davor noch heiß geduscht wurde.

Ein gekipptes Fenster ist bislang die einzige Möglichkeit für bessere Luft. Nachts muss das aber geschlossen bleiben - auch wenn direkt davor noch heiß geduscht wurde. © Michael Nickel

Die Zeichen stehen gut, dass Westfalia Hombruch den klimafreundlichen Austausch gestemmt bekommt. Läuft alles glatt, soll im Frühjahr alles fertig sein.

Man müsse was für die Umwelt tun, sagt Schlebrowski: „Sonst können unsere Enkelkinder in dieser Welt irgendwann nicht mehr leben.“

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