Wie man die dicksten Steine hebt und schmeißt, das zeigt der Adlerturm

hzMuseums-Check: Der Adlerturm

Wie die Menschen in Dortmund vor vielen Hundert Jahren gelebt haben, das soll das Kindermuseum Adlerturm erzählen. Meine zwei Töchter und ich haben geguckt, wie gut es das macht.

Dortmund

, 13.12.2018, 16:52 Uhr / Lesedauer: 8 min

Wie die Menschen vor mehreren Hundert Jahren in Dortmund gelebt haben, darum geht es im Kindermuseum Adlerturm. Der Turm selbst ist ein Nachbau eines Wachturms, der im 15. Jahrhundert an der Dortmunder Stadtmauer gestanden hat.

20 Meter hoch, gebaut nach einer alten Zeichnung, steht er an der Kreuzung Ostwall und Kleppingstraße, genau dort, wo vor einigen Jahrzehnten die Fundamente der alten Stadtmauer gefunden wurden. Die wurden damals freigelegt und sind heute noch unter dem Turm zu besichtigen.

Wie man die dicksten Steine hebt und schmeißt, das zeigt der Adlerturm

Der Adlerturm. © Stephan Schütze

Vom Wall aus gesehen, wirkt der Adlerturm mit den winzigen Fensterlein in der tonnenförmigen Fassade wie ein viel zu großer Zwerg, der sich sein Kegeldach ein bisschen zu tief ins Gesicht gezogen hat. Er hockt da ganz gerade, aber im Verhältnis zur leicht abfallenden Fahrbahn des Walls sieht er schräg aus: Als wäre er in seiner ganzen Knubbeligkeit im Begriff aufzustehen, um ein bisschen durch die Stadt zu stiefeln und vielleicht den RWE-Turm zu fragen, wie denn die Luft da oben so ist.

Macht er natürlich nicht, ist ja ein Turm, der steht da und bleibt da, das weiß jedes Kind, aber mit ein bisschen Fantasie sieht’s so aus, und das fand ich schon immer einladend.

Es gibt da einen besonderen Sandkasten

Es ist Samstag, halb vier, der Dezemberabend dämmert schon, bis fünf hat der Adlerturm geöffnet. Meine beiden Töchter, 4 und 14, kennen den Turm schon. Zuletzt waren sie bei der Museumsnacht im September drin, und während wir jetzt auf ihn zugehen, unterhalten sie sich über den Sandkasten im Keller des Turms.

Stimmt, da ist dieser Sandkasten, denke ich, na super, dafür hätten wir jetzt nicht ins Museum gehen müssen, und sehe mich schon die nächsten anderthalb Stunden in unbequemer Haltung danebensitzen und alle paar Minuten sagen: „Lasst uns doch mal gucken, was es hier noch so gibt“, und meine Kinder, wie sie das höflich ignorieren. Ich bin kein Sandkastenpapa und finde Sandkuchen und Burgen bauen langweilig, und meine Kinder wissen das und es ist ihnen egal.

Mittelaltertracht steht zum Verkleiden bereit

Freundlich begrüßen uns die farbigen Buchstaben überm Eingang: „Kindermuseum Adlerturm“, und freundlich begrüßen uns die drei Frauen an der Kasse: „Der Eintritt ist heute umsonst. Und das ist übrigens noch bis Ende des Jahres so, vielleicht bleibt das auch nächstes Jahr so, da beratense gerade drüber.“

Bisschen leer wirkt der Eingangsraum. Der BVB spielt gerade auf Schalke, draußen ist Weihnachtsmarkt. Wir sind die einzigen Besucher. Die Frauen an der Kasse machen uns auf Artur den Turmwächter aufmerksam: Der führe uns von mehreren Schildern aus durch die Etagen.

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Einmal kurz konnten wir die Vierjährige überreden, so eine Mütze nach altem Vorbild anzuziehen. Wahrscheinlich nur wegen des Zipfels. Hat sie aber direkt wieder ausgezogen – zu warm. © Tilman Abegg

Eine kleine Garderobe an der Wand des Eingangsraums hält Kleidung nach mittelalterlichem Vorbild bereit. Ziemlich schöne, lange Hemden mit Ledergürteln, Schuhe aus Holz und Leder, Hauben und Kapuzen mit und ohne Zipfel.

Das meiste ist Kindergröße, aber meine Töchter wollen nichts davon anziehen, und alleine will ich auch nicht, also gehen wir so, wie wir sind, in den Keller. Dahin, wo der Adlerturm eine Leiche hat. Eine echte.

Der Keller: Das Skelett aus den Fundamenten

Die Vierjährige will zuerst zum Sandkasten. Keine Diskussion. Der Sandkasten ist an einer Ecke des Raums angelegt und von einer niedrigen Kante umgeben. Im Boden sind Erhebungen eingelassen, die Fundamente darstellen sollen, wie die des Adlerturms, die Archäologen Ende des 20. Jahrhunderts ausgegraben haben. Darüber liegt der Sand.

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Im Boden des Sandkastens sind Erhebungen eingelassen: Wie Fundamente, die die Kinder freilegen können. © Tilman Abegg

Die 14-Jährige zeigt ihrer Schwester, wie sie mit einer Handbürste die Fundamente freilegen kann. Die Vierjährige lässt es sich nicht anmerken, ob sich ihr der archäologische Zusammenhang erschließt, aber sie bürstet ein paar Minuten mit Hingabe.

Ihre große Schwester lässt den Sand, dessen Körner halb so groß sind wie Reiskörner, durch die Finger rieseln. „Fühlt sich total gut an“, findet sie. Lässt sich gut von der Kleidung abklopfen, denke ich, praktisch. Nach fünf Minuten haben die beiden genug vom Sand und gehen rüber zum Skelett.

Ist doch ganz pfiffig, dieses Sandkastending, denke ich jetzt, das kennen Kinder, spielen gern damit und merken gar nicht, dass sie gerade was lernen.

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Nase plattdrücken an der Vitrine des fast 800 Jahre alten Mannes, der zwischen den Fundamenten des Turms gefunden wurde. © Tilman Abegg

Die Vitrine mit dem Skelett enthält Knochen, Zähne und etwas Schmuck eines Mannes, der vor etwa 30 Jahren rätselhafterweise zwischen den Fundamenten des Turms gefunden wurde. Eine medizinische Untersuchung ergab, dass er vor etwa 750 Jahren starb, aber die Ursache seines Todes und der Grund für seinen Fundort sind unklar.

Ein Touchscreen am Fußende der Vitrine erläutert mit Texten und animierten Grafiken, was die Wissenschaftler bisher über das Skelett herausgefunden haben. Will ich hier nicht vorwegnehmen, nur so viel: Es ist gar nicht so wenig. Das Rumdrücken auf dem Touchscreen gefällt der Vierjährigen, ihre große Schwester liest ihr dazu die Texte vor.

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Diese Treppe führt vom Keller des Adlerturms noch weiter runter, zu den Original-Fundamenten. © Tilman Abegg

In der Mitte des Kellers führt eine Wendeltreppe abwärts. Dort, unter dem Turm, sind die Original-Fundamente noch zu sehen. Eine weitere Treppe führt auf eine Plattform vor einem hell beleuchteten, senkrechten Stück Wand. Die Große nimmt die Kleine hoch und erklärt ihr, was sie bei der Museumsnacht erfahren hat: Es ist ein Schnitt durch den Boden.

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An einem senkrecht durchschnittenen Erdstück unter dem Turm wird sichtbar, was die Menschen früher alles in den Stadtgraben geworfen haben: viel Müll. © Tilman Abegg

Dort, wo früher der Wassergraben vor der Mauer verlief. Die Menschen damals warfen gern ihren Müll hinein, bis der Graben irgendwann zugeschüttet wurde. Im Wandschnitt bildet der historische Abfall dunkle Adern. Dortmunds Unratmine.

Wir gehen wieder hoch.

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Ein Schaukasten im Keller zeigt mittelalterliche Alltagsgegenstände aus Dortmund, zum Beispiel eine alte Schere. © Tilman Abegg

Erste Etage: Das tragische Ende der Agnes von der Vierbecke

Dunkelblau sind die Wände der ersten Etage. In der Mitte steht das billardtischgroße Modell vom Dortmund des 13. Jahrhunderts unter Glas.

An der Wand, neben einer lebensgroßen Frauenfigur, die gekleidet ist wie eine Waldelfe aus dem Herrn der Ringe, hängt ein kleiner Lautsprecher.

Die Mädchen setzen sich auf die Bank davor und nehmen den Lautsprecher und eine Frauenstimme sagt: „Ich bin Agnes von der Vierbecke.“

Die Waldelfe stellt Agnes von der Vierbecke dar, lese ich an der Wand, und ihre Kleidung trug man damals, zumindest wenn man zu den Menschen gehörte, die Grafen zu ihren Freunden zählten.

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Die Geschichte von Agnes von der Vierbecke ist ziemlich gruselig. © Tilman Abegg

Agnes hatte so einen Freund, hören die Mädchen aus dem Lautsprecher. Graf Dietrich von Dinslaken. Dessen Bruder war der Graf von der Mark, und der hatte Beef mit Dortmund. Im Jahr 1378, Agnes war etwa 37 Jahre alt, sollte sie Dietrich helfen, Dortmund zu überfallen.

Die Frauenstimme erzählt den Mädchen, dass Agnes Dietrichs Soldaten in zwei Heuwagen versteckte und zum Stadttor fuhr. Sie hatte sich eine List ausgedacht, so ähnlich wie beim trojanischen Pferd. Doch die Dortmunder waren auf Zack, Agnes‘ Plan scheiterte, und die Dortmunder Stadtwache erschlug kurzerhand alle Angreifer.

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Die Geschichte von Agnes von der Vierbecke: „Knister, knister“, steht im rechten Bild über den Flammen. © Tilman Abegg

Agnes und ihr Sohn, der ihr geholfen hatte, wurden sofort festgenommen, verurteilt und noch am gleichen Tag, dem 4. Oktober, auf dem Alten Markt verbrannt.

Die Geschichte beeindruckt die Vierjährige tief, auch ohne eine genaue Vorstellung vom Tod, geschweige denn vom Verbranntwerden. Mit ernster Miene hört sie sich die Geschichte noch einmal von vorn bis hinten an. Dann scheint sie ihren Frieden damit gemacht zu haben und schaut, was es hier noch so gibt.

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Unter Glas: Das Modell von Dortmund, als seine Stadtgrenze der Wall war. © Tilman Abegg

Unter anderem erstklassigen Papa-Content: zwei Mauersteine, groß wie Motorblöcke und genauso schwer, mit kleinen Öffnungen oben in der Mitte, darin eiserne Haken. Von denen führt je ein Seil über eine hölzerne Winde darüber. Auf einem Schildchen an der Wand legt Turmwächtermaskottchen Artur den Kindern nahe, doch mal zu testen, ob sie so fest an einem der Seile ziehen können, dass der Stein angehoben wird.

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Die Steine heben sich nicht von selbst. Mittelalterliche Physik. © Tilman Abegg

Zwei Minuten ächzen die beiden, doch der Stein rührt sich nicht. „Das geht nicht, Papa!“ - „Na kommt, wir probieren es zusammen.“ Jetzt hebt sich der Stein. „Yeah Papa, du bist so stark!“ Danke, Adlerturm :)

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Diese Miniatur zeigt die Brücke über den alten Stadtgraben. © Tilman Abegg

Zweite Etage: Was es braucht, ein Ritter zu sein. Oder eine Ritterin

Die Wände der nächsten Etage sind rot und schwarz. Ernste Farben für eine ernste Sache: Hier geht es ums Kämpfen, mit Klinge, Speer und Armbrust.

Eine Garderobe bietet Rüstungsteile zum Anprobieren. Helme, Kettenhemden, Handschuhe, sogar ein Brustpanzer. Sieht alles super aus, und die Mädchen haben sofort Lust aufs Verkleiden.

Dann nehmen sie die Dinger in die Hand. Alles ist aus Metall oder mit Metall besetzt, und das ist schwerer als gedacht, denn wann trägt man heutzutage schon mal was aus Metall? So ein Kettenhemd, hat man sich erst mal reingezwängt, liegt auf den Schultern wie eine zwei Finger dicke Schicht aus weichem, kaltem Blei.

Setzt man dazu die Kettenkapuze auf und stülpt den Eisenhelm drüber, entwickelt man wahrscheinlich ein ganz neues, irgendwie anspruchsvolleres Verhältnis zu seinen Oberschenkeln.

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Die Rüstungsteile sind ihr zu schwer und zu seltsam. Den großen Schild dagegen findet sie ganz gut. © Tilman Abegg

Die 14-Jährige schafft es mit meiner Hilfe, sich in eins der Kettenhemden reinzuwinden und posiert damit ein bisschen vor dem Spiegel. Unsere vereinten Bemühungen, ihr das Hemd wieder auszuziehen, dauern allerdings ein paar Minuten.

Die Vierjährige lässt sich zum Anprobieren überreden, ist aber vom plötzlichen Vervielfachen der Erdanziehungskraft nicht angetan, schließlich will sie hier Spaß haben und nicht arbeiten, und nölt sich schnell wieder raus aus dem Teil.

Jedenfalls eine witzige Erfahrung. Ich spiele kurz mit dem Gedanken, mir die ganze Kluft anzuziehen, Helm, Hemd, Panzer und Handschuhe. Man könnte ja mal schauen, ob man damit eine Kniebeuge schafft.

Andererseits: Könnte man auch lassen. Denn die Mädchen haben ja noch nicht mal die Steine hochziehen können, wie sollen die mir da wieder raushelfen? Ist ja sonst keiner da.

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Die kämpfenden Ritterdarsteller im Video findet die Vierjährige interessant. © Tilman Abegg

Dritte Etage: Steinschleudern und Playmo-Schlachten

Die Steinkugeln sind immer das erste, was ich sehe, wenn ich hier hochkomme. Weil die so dick und groß und schwer sind. Weil die früher mit großen Schleudern, den Bliden, auf Stadtmauern geschleudert wurden, aus Hunderten Metern Entfernung, und mit einer Geschwindigkeit, die sie fast waagerecht fliegen ließ. Diese fetten Oschis. Fast waagerecht. Wumms auf mittelalterlich.

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Solche Steinkugeln schleuderten Angreifer früher gegen die Mauern der Städte, die sie belagerten. © Tilman Abegg

Die Vierjährige betrachtet die Kugeln dagegen nüchtern, sie müssen ihr völlig abstrakt vorkommen. Etwa zehn dieser Kugeln ruhen da auf niedrigen Sockeln in einer Raumecke, sie geht dazwischen durch, wohl um zu gucken, ob das Spaß macht, wie in einem Labyrinth.

Sie patscht mit ihren Händchen auf die zerfurchte Oberfläche eines solchen Trumms, und ich hoffe, die stehen sicher auf ihren Sockeln, wo zwischen ihnen gerade kleine Füßchen herlaufen, und denke kurz und appetitlos an Pfannkuchen.

Videos zeigen, wofür die Steine da sind

„Na, komm da lieber wieder raus“, sage ich und folge ihr zu einem Bildschirm an der Wand. Der zeigt ein Video von so einer mittelalterlichen Steinschleuder, die jemand in Süddeutschland nachgebaut hat.

Wir setzen uns davor und schauen es uns an: ein haushohes Gerüst aus Holz, zehn Menschen ziehen an einem Seil um es zu spannen, dann hebt jemand so eine Steinkugel in eine dicke Schlaufe aus Tauen, eine Sperre wird gelöst, ein großer Holzarm schwingt sich in die Höhe, zieht die lange Schlaufe hinter sich her, ganz oben öffnet sich die Schlaufe und das zentnerschwere Geschoss scheint herauszuspringen und sirrt aus dem Bild.

Schnitt, da steht eine Art Schutzgerüst aus schweren Kanthölzern, ein schwarzer Schatten drischt da rein, das Gerüst bebt, Splitter flirren durch die Luft. Faszinierend.

Ich weiß nicht, ob meine Vierjährige das auch so faszinierend findet, aber immerhin saß sie die ganze Zeit still neben mir und hat keinen Ton gesagt. Glaube ich.

Die 14-Jährige steht währenddessen am Schreibpult und zeichnet mit Federhalter und Tinte alte Buchstaben nach. Konzentriert und sorgfältig, A bis J. Sie bittet mich, die Vorlage mit dem ganzen Alphabet abzufotografieren und ihr das Foto aufs Handy zu schicken, damit sie zuhause damit weitermachen kann.

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An einem Schreibpult zeichnet die 14-Jährige altdeutsche Buchstaben nach. © Tilman Abegg

Dann hören wir uns zusammen die Geschichte von Hermann Klepping an, wieder über einen Lautsprecher zum In-die-Hand-Nehmen. Klepping war Bürgermeister und hat Dortmund durch die Große Fehde von 1388 geführt. Wir sind schon etwas erschöpft und hören nicht mehr richtig zu, aber es bleibt mir in Erinnerung, dass die Stimme sinngemäß sagt: „Wir Dortmunder geben nicht so leicht auf.“

Es ist viertel vor fünf. Wir schauen uns noch den großen Tisch voller Playmobil-Ritterfiguren an, mit denen man mittels herumliegender „Ereigniskarten“ Begebenheiten der Großen Dortmunder Fehde nachspielen kann.

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Mit Playmobil die echte Große Fehde Dortmunds nachstellen – das geht im Adlerturm. © Tilman Abegg

Und die vier Löcher in der Wand, in denen man Dinge ertasten kann. So was ist ja immer gut.

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In die Löcher kann man die Hand reinstecken und Dinge ertasten. Auf der Rückseite der Klappen steht, was. © Tilman Abegg

Kurz vor fünf sind wir wieder draußen und haben alle Lust, bald mal wiederzukommen.

Unser Fazit

Vorschulkinder finden hier viel zum Anfassen und Ausprobieren. Und das ein oder andere Detail zur Stadtgeschichte bleibt bei ihnen hängen, da bin ich sicher. Kinder, die lesen können, erfahren noch viel mehr.

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Im Keller steht ein Tisch, an dem die Mädchen Bruchstücke einer Vase zusammenfügen. © Tilman Abegg

Ich glaube, es ist gut, ein Gefühl für die Stadt zu bekommen, in der man lebt. Ein Gefühl dafür, dass diese Stadt schon viel länger währt als das eigene Leben und das der Eltern und Großeltern. Man gewinnt ein Gefühl für die Vergangenheit.

Vieles, was in diesem Turm erzählt wird, ist nur in dieser Stadt passiert, und wenn ein Kind das versteht, bekommt es einen Eindruck davon, dass jede Stadt anders ist, und dass die Welt groß und vielfältig ist.

Außerdem: Schwerter und Ritter, Knochen und Kampfgeschichten. Das gefällt sicher auch vielen Jungs.

Toll, dass es so etwas wie den Adlerturm in Dortmund gibt!

Was gibt es für Kinder?

Der ganze Turm richtet sich hauptsächlich an Kinder und bietet allen Altersgruppen etwas.

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Das findet die 14-Jährige cool: Die Zeichnung neben dem Stadtmodell ist interaktiv. Tippt man auf ein besonderes Bauwerk, wirft ein Beamer weitere Infos dazu an die Wand. © Tilman Abegg

Was gibt es für Erwachsene?

Stadtgeschichte. Viele Möglichkeiten, den Kindern etwas zu erklären. Und je nach Temperament der Kinder auch Anlass, sie im Auge zu behalten - etwa bei den schweren Rüstungen.

Was muss man wissen?

Anderthalb Stunden sind eine gute Zeitspanne für einen Besuch im Adlerturm.

Der Eintritt ist bis Jahresende frei, eventuell bleibt das auch 2019 so.

Es gibt viele zusätzliche Angebote wie Erlebnisführungen und Kindergeburtstage.

Hilft die Internetseite?

Die bietet einen guten Überblick.

So funktioniert der Museums-Check

  • Jedes Kind ist anders, jede Familie ist anders. Wir glauben, dass es nicht das beste Museum gibt, das für alle Familien am schönsten ist.
  • Daher besuchen wir die großen und kleinen Dortmunder Museen und zeigen, was sie jeweils bieten, was sie ausmacht.
  • So können Sie beurteilen, ob das Angebot auch etwas für Sie und Ihre Familie ist – denn was Ihnen Spaß macht, wissen Sie selbst am besten.
  • Weitere Folgen der Serie „Im Museum mit der Familie“ lesen Sie hier:
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