Wie St. Reinoldi zum Stadtparadies und zur Wunderkirche wird

hzEvangelischer Kirchentag

St. Reinoldi spielt als Stadtkirche eine besondere Rolle in Dortmund. Und das soll auch zum Kirchentag so sein. Sie wird dann zu einem „Stadtparadies“ und zur „Wunderkirche“.

Mitte

, 17.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Dass irgendetwas anders ist an St. Reinoldi, sieht man auf den ersten Blick. Mit dem Paradiesgarten hat die Stadtkirche einen Anbau bekommen - erdacht und realisiert von Studierenden der TU Dortmund. Die Torbögen auf der Südseite des Gotteshauses erinnern an die jahrhundertealte Geschichte der Kirche und der Stadt. Zum Kirchentag wollen sich hier die Dortmunder Stadt- und Tourismuswerber den Besuchern präsentieren.

Lob für Bauleute

Eröffnet wird das Paradies am Mittwoch (19.6.) um 16 Uhr kündigte Reinoldi-Pfarrer Michael Künstermann am Montag an. Vorab nutzte Oberbürgermeister Ullrich Sierau schon einmal die Gelegenheit, sich bei einer Vorbesichtigung bei allen Beteiligten zu bedanken - von den Initiatoren über die TU-Studierenden und den Förderern, die das Material zur Verfügung gestellt haben, bis zu den Auszubildenden des Tiefbauamtes, die das Paradies gärtnerisch gestaltet haben. „Der Bau ist viel zu schön, um ihn gleich nach dem Kirchentag wieder abzubauen“, schwärmte Sierau.

Wie St. Reinoldi zum Stadtparadies und zur Wunderkirche wird

Oberbürgermeister Ullrich Sierau (vorn 4.v.r.) bedankte sich am Montag bei allen Beteiligten und Förderern des Stadtparadies-Projekts. © Martina Hengesbach/TU

Zufrieden zeigte sich auch Dirk von Kölln als Leiter der Modellbauwerkstatt an der TU. Er hatte als Bauleiter gemeinsam mit Studierenden den Anbau gebaut. „Die Studierenden haben tolle Arbeit geleistet“, stellte er fest.

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Den Pavillon vor der Kirche nutzen die Stadt- und Tourismuswerber während des Kirchentags dazu, für Dortmund zu werben. Im Innern wird St. Reinoldi zur Wunderkirche. Und wie bei einer Wundertüte weiß man nicht, auf welche Überraschungen man hier stößt.

Als „Ort zum Staunen, zum Innehalten, zum Inspirierenlassen“, wird die Wunderkirche angekündigt. „Wir wollen einen Ort bieten, der offen ist“, erklärt Pfarrer Michael Küstermann. Offen heißt auch, dass der Eintritt frei ist. Ein Kirchentags-Ticket ist also nicht nötig, um die Wunderkirche zu besuchen.

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Den Rahmen setzt das offizielle Kirchentagsprogramm mit Bibelarbeiten am Morgen und dem politischen Nachtgebet am Abend. Dazu kommen Mittags- und Abendgebete um 12 und um 18 Uhr. Dazwischen wird es experimentell. Im stündlichen Wechsel soll es Musik- oder Wortbeiträge geben. Welche Gäste dazu in die Wunderkirche kommen, wird im Vorfeld nicht verraten.

Fest steht: Die Beiträge sollen sich mit der Losung des Kirchentages „Was für ein Vertrauen“ auseinandersetzen, kündigt Küstermann an.

Prominente Gäste

Umrahmt wird das Wunderkirchen-Programm von täglichen Bibelarbeiten jeweils um 9.30 Uhr und politischen Nachtgebeten ab 22.30 Uhr. Am Donnerstag (20.6.) sind dabei u.a. der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold und ein Vertreter der Seenot-Retter von Seawatch zum Thema „Sterben an Europas Grenzen“ zu hören, am Freitag und Samstag gibt es „Politische Nachtgebete der Generationen“ u.a. mit dem früheren EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider.

Gute Nachrichten aus dem Baum

Wundern kann man sich auch vor der Tür der Reinoldikirche. Von Donnerstag bis Samstag sind hier jeweils um 12.30 Uhr und 18.30 Uhr „Gute Nachrichten vom blauen Planeten“ zu hören.

Wie St. Reinoldi zum Stadtparadies und zur Wunderkirche wird

Schauspieler Michael Kamp verkündet während des Kirchentags aus der Platane vor dem Reinoldikirchturm „Gute Nachrichten vom blauen Planeten“. © Stephan Schütze

Und die kommen von oben: Aus der Platane vor dem Reinoldikirchturm präsentieren die Schauspielerin Monika Bujinski und der Schauspieler Michael Kamp positive Nachrichten aus Dortmund und der ganzen Welt, die ein Redaktionsteam rund um die Stadtkirchen-Pfarrerin Susanne Karmeier zusammengestellt hat.

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