Wie viele Corona-Fälle gibt es bei der Polizei Dortmund?

hzPolizeipräsidium

Nachrichten von Corona-Fällen sorgen derzeit für Gerede im Polizeipräsidium Dortmund. Wie viele Polizisten sind derzeit bei der Dortmunder Polizei erkrankt? Wir haben nachgefragt.

Dortmund

, 07.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den berüchtigten „Flurfunk“ gibt es in allen Organisationen der Welt: Nichts macht so schnell die Runde wie ein gutes Gerücht. Und manchmal dringt dieses Gerede und Geraune dann auch nach draußen. Auch die Polizei Dortmund ist davor nicht gefeit.

Im aktuellen Fall geht das Gerücht so: Im Hauptsitz der Dortmunder Polizei im Saarlandstraßenviertel müssten aktuell Dienstpläne verändert werden wegen zwei Corona-Fällen. Das sorge für leichte Unruhe.

„Einstellige Zahl“ an aktiven Corona-Fällen bei der Polizei Dortmund

Auf Nachfrage unser Redaktion ging die Polizei nicht explizit auf den konkreten Fall ein, verriet aber, dass es aktuell „eine einstellige Zahl“ an Corona-Fällen in ihrer Belegschaft gebe.

Grund zur Sorge bereitet diese Zahl der Polizei Dortmund aber nicht. Das Polizeipräsidium Dortmund, zu dem auch Lünen gehört, hat über

3000 Mitarbeiter, da fallen weniger als zehn aktuelle Corona-Fälle nicht so sehr ins Gewicht.

Polizei Dortmund: Einsatzfähigkeit ist und war nicht eingeschränkt

„Die Polizei Dortmund ist personell und strukturell sehr gut aufgestellt“, sagt dann auch Polizeisprecher Gunnar Wortmann auf Anfrage. „Die Einsatzfähigkeit ist und war zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt.“

Seit Beginn der Pandemie sei es „immer wieder zu vereinzelten Infektionen von Mitarbeitern der Behörde“ gekommen. „Das weitere Prozedere in solchen Fällen hinsichtlich Quarantäne-Maßnahmen und Kontaktverfolgung ist eingeübt“, so Wortmann. Für die Koordination aller Corona-Maßnahmen sorge ein eigens dafür eingerichteter „Planungsstab Pandemie“.

Ein Baustein dieser Maßnahmen ist eine sogenannte „Teststraße“, eine Art Corona-Drive-In, bei der sich alle Beschäftigten des Polizeipräsidiums unkompliziert auf Corona testen lassen können, ohne das Auto verlassen zu müssen. Diese wurde im regionalen Trainingszentrum in Aplerbeck eingerichtet, wo ein Team um zwei Polizei-Ärztinnen arbeitet. Der Corona-Drive-In der Polizei ist seit Mitte März in Betrieb.

Wie eine solche Teststraße funktioniert, zeigt ein Video der Stadt Wien:


Darüber hinaus gelte im Polizeipräsidium ein strenges Hygienekonzept, sagt Wortmann: „Alle Mitarbeiter sind seitens der Behördenleitung angehalten worden, Masken in den Fluren zu tragen. Desinfektionsspender sind großflächig in der gesamten Behörde installiert worden. Soweit möglich, werden eine Vielzahl von Arbeiten außerhalb des operativen Dienstes im Homeoffice verrichtet.“

Die Frage, wie viele Testungen dort seitdem vorgenommen wurden und wie viele Tests positiv waren, ließ die Polizei unbeantwortet, ebenso jene, wie viele Dortmunder Polizisten insgesamt bisher an Corona erkrankt sind.

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