Wie viele Corona-Tests gab es in Dortmund? - Stadt und Klinikum nennen Zahlen

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Immer mehr Dortmunder lassen testen, ob sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Doch angesichts von mehr als 600.000 Einwohnern ist die Zahl der Abstriche noch verschwindend gering.

Dortmund

, 23.03.2020, 18:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Täglich kommen Dortmunder in das Gesundheitsamt und die am Samstag eröffnete Diagnostikstelle Klinikum-Nord, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Darüber hinaus gibt es Arztpraxen, die Abstriche in Testlabors schicken.

Für das Gesundheitsamt werden die Tests in drei Laboren untersucht: beim Klinikum, im Knappschaftskrankenhaus Brackel und beim Medizinischen Labor Eberhard in Dortmund, wo auch viele Blutuntersuchungen für Krankenhäuser und Ärzte gemacht werden.

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1162 Dortmunder vom Gesundheitsamt getestet

Insgesamt sei auf Initiative des Gesundheitsamtes bei 1162 Dortmundern ein Abstrich mit Blick auf das Coronavirus gemacht worden, sagt Stadtsprecherin Widow. Hinzu kommen knapp 100 Tests im Klinikum Dortmund, so Krankenhaus-Sprecher Marc Raschke. Weitere Tests werden und wurden im Knappschaftskrankenhaus Brackel gemacht. Die Geschäftsführung dort will dazu aber keine Zahl nennen.

Neben Gesundheitsamt und Krankenhäusern geben auch niedergelassene Ärzte Tests in Auftrag. Der Stadt ist allerdings nicht bekannt, wie oft das bisher vorgekommen ist. Da eine Corona-Infektion meldepflichtig sei, erfahre die Stadt nur von positiven Tests, also, wenn sich tatsächlich jemand angesteckt hat, berichtet Widow. Insgesamt wurden unter allen Testfällen 170 infizierte Dortmunder entdeckt.

Testergebnisse in der Regel nach 24 Stunden

Während die Testergebnisse unter der Regie des Gesundheitsamtes meist nach 24 Stunden vorliegen – bei Volllast könne es auch einen Tag länger dauern, so Widow –, muss man bei den Abstrichen, die niedergelassene Ärzte genommen haben, oft länger warten, auch wenn das Warten zermürbend ist.

In Baden-Württemberg hat es eine Laborpanne gegeben, durch die rund 2000 Tests unbrauchbar wurden. Das sei in Dortmund noch nicht vorgekommen, sagt Anke Widow.

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Das Gesundheitsamt sowie die Krankenhäuser testen wegen der beschränkten Kapazitäten bisher nur, wenn bei jemandem aufgrund von Symptomen oder Kontakt mit Infizierten ein Verdacht auf Ansteckung besteht. Deshalb sollten Getestete so lange im Haus bleiben, bis sie Klarheit haben, dass keine Infektion vorliegt. Widow: „Sie könnten ja positiv sein.“

Nach Auskunft von Widow hat das Gesundheitsamt aktuell Kapazitäten für 700 Tests täglich. Eine Ausweitung der Tests sei geplant. Darüber gebe es am Dienstag (24.3.) dann mehr Auskünfte, kündigte Widow an.

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