Wiemer & Trachte: Betriebsrat fühlt sich übergangen

Transfergesellschaft gefordert

25.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Die Betriebsräte von Wiemer & Trachte sind sauer, ziemlich sauer sogar. «Die Presse weiß mehr als wir», ärgert sich der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Diedrichs. Aus der Zeitung hätten er und seine Kollegen erfahren, dass 100 Mitarbeiter aus dem Industrie- und Kraftwerksbau zur Alpine Bau Deutschland AG wechseln sollen. Der Betriebsrat sei bei der ganzen Angelegenheit überhaupt nicht gehört worden. Dann hätte man auf jeden Fall versucht, dafür zu sorgen, dass mehr als die 100 Mitarbeiter übernommen werden. Darüber hinaus habe der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Winfrid Andres einen Interessenausgleich und Sozialplan angekündigt, «es wäre ja schön, wenn der mit uns ausgehandelt würde», so die Betriebsräte. Und überhaupt habe Dr. Andres nie Zeit für ein Gespräch mit ihnen. Und wo die 560 Mitarbeiter herkommen, die laut Andres ab 1. Juni neue Arbeitsplätze haben, kann der Gesamtbetriebsrat ebenfalls nicht nachvollziehen. Nach seiner Rechnung wechseln von den 1000 Mitarbeitern 100 zur Alpine, 60 sind bereits bei Zechbau in Bremen untergekommen und um die 80 sollen in der Rumpfmannschaft weiter für den Insolvenzverwalter arbeiten. Das mache also rund 240. «Die Rumpfmannschaft wird bis zum Ende des Jahres aber auch noch stark schrumpfen, weil bis dahin alle Niederlassungen geschlossen sein werden», befürchten die Betriebsräte. Und sie befürchten noch mehr: Dass nämlich gerade die älteren Mitarbeiter über 50 oder die ohne eine abgeschlossene Ausbildung auf der Strecke bleiben. Daher fordern sie eine Transfergesellschaft. kiwi Seite 5: Existenz

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