Neuer Zündstoff im Streit um die Zukunft vom Haus Wenge

hzKeine Einigung

Bis es in Lanstrop eine tragfähige Konstruktion zum Betrieb des Hauses Wenge gibt, scheint es noch ein langer Weg zu sein. Nun steuert Willi Most (SPD) weitere Aspekte eines Streits bei.

Lanstrop

, 23.09.2020, 15:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die offenen Streitigkeiten um die Zukunft des Hauses Wenge in Lanstrop sind offenbar doch noch nicht beendet. Bei einer Pressekonferenz am 17. September klang das noch anders. Nun meldet sich Willi Most (SPD) zu Wort, der in einem der beiden konkurrierenden Vereine als 2. Vorsitzender fungiert.

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Zum Hintergrund: In Lanstrop hatten sich gleich zwei Vereine gegründet, die in Anspruch nahmen, sich in Zukunft um die Belange des Hauses zu kümmern. Die Projektgruppe „Nordwärts“ bei der Stadt hat daraufhin mit dem ehemaligen VHS-Leiter Heinz Bünger einen Moderator eingesetzt, der die Wogen glätten soll.

Bünger hatte erklärt, dass die Kontrahenten bei einem Workshop am 26. Oktober wieder an einem Tisch sitzen werden - Heinz Pasterny, Werner Gollnick und Willi Most von dem ersten Verein, Sabine Schwalbert und Christian Clobes vom zweiten.

Willi Most - hier auf einem älteren winterlichen Foto - dementiert, dass im Streit um Haus Wenge ein gemeinsames Handeln der Kontrahenten möglich ist

Willi Most - hier auf einem älteren winterlichen Foto - dementiert, dass im Streit um Haus Wenge ein gemeinsames Handeln der Kontrahenten möglich ist. © Archiv SPD Lanstrop

„In großen Teilen sachlich falsch“

Das bestreitet nun Willi Most und behauptet, sein Statement mit dem Rest seines Vereins abgesprochen zu haben. Er sagt: „Der Artikel vom 19.9.2020 ist in großen Teilen sachlich falsch.“ Eine Annäherung der Kontrahenten könne es zur Zeit nicht geben. Most begründet das unter anderem damit, das Hausmeisterpaar, was seinen Angaben zufolge im Haus Wenge gewohnt habe, habe Gegenstände aus dem Haus, die der Stadt gehören, verkauft, was den Tatbestand des Betrugs erfülle.

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Most weiter: „Völlig unverständlich ist auch die Tatsache, dass die Stadt den Mietvertrag mit Herrn Prof. Dr. Drisch nicht herausgibt und auch über eventuelle weitere Nebenabreden keine Angaben macht. Unter diesen Voraussetzungen kann niemand verantwortbar einen Übernahmevertrag unterschreiben, zumal sie/er sogar gegebenenfalls schadenersatzpflichtig wäre und mit seinem Privatvermögen haften würde.“

Mit unsachlichen Äußerungen weiteren Zündstoff geliefert

Heinz Bünger als Moderator solle sich bemühen, so Most weiter, für die Beteiligten eine Ebene der Verständigung zu schaffen – und nicht durch unsachliche Äußerungen weiteren Zündstoff zu liefern. Most beharrt weiter auf seiner Aussage, das umstrittene Hausmeisterpaar habe zumindest zeitweise im Haus Wenge gewohnt - etwas, das Heinz Bünger bei der Pressekonferenz bestritten hatte.

Most: „Überall werden Kosten gespart, Leistungen gesenkt und Gebühren erhöht, aber für diese beiden Personen wird eine über 120 Quadratmeter große Wohnung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Warum?“ Und: „Alle Beteiligten, die bisher verschleierten, Nebelkerzen warfen und Halbwahrheiten verkündeten, müssen nun endlich mit offenen Karten spielen.“

Wir haben die Stadt, Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny und seinen Stellvertreter Werner Gollnick sowie Heinz Bünger um Stellungnahmen gebeten. Fortsetzung folgt.

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