Bushaltestelle soll Anwohnern Wege ersparen – DSW sieht keinen Bedarf

hzNeue Bushaltestelle

Ältere Anwohner und Familien mit kleinen Kindern brauchen eine Bushaltestelle in der Nähe, so die Meinung der Linken in Huckarde. Doch die DSW21 lehnte dieselbe Anfrage schon einmal ab.

Jungferntal-Rahm

, 25.05.2020, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die nächstgelegene Bushaltestelle liegt an der Jungferntalstraße zwischen Kosselstraße und Laustraße. Für Anwohner der unteren Jungferntalstraße sowie des Albert-Schweitzer-Weges und seiner Nebenstraßen sei das zu weit entfernt, so die Meinung der Links-Fraktion in der Huckarder Bezirksvertretung.

„Das untere Jungferntal wird bisher nicht an den ÖPNV angebunden“, sagt der Fraktionsvorsitzende Ingo Meyer. „Da in diesem Bereich viele ältere Bürger, aber auch junge Familien mit kleinen Kindern wohnen, ist es nicht haltbar, dass sie zur nächsten Haltestelle einen weiten Weg in Kauf nehmen müssen.“

Vom Ende des Albert-Schweitzer-Weges aus sind es circa 600 Meter bis zur Haltestelle „Jungferntal“, vom äußersten Zipfel der Jungferntalstraße aus 400 Meter. Bislang sei der Bereich nicht an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angebunden gewesen, weil er zu eng für Busse sei, so Ingo Meyer.

Wendehammer soll das Problem lösen

Die Lösung: ein Wendehammer am Ende der Jungferntalstraße oder des Albert-Schweitzer-Weges. Die Bezirksvertreter stimmten für die Prüfung einer Wendemöglichkeit vor Ort. Doch schon jetzt sind die Aussichten auf Erfolg eher gering.

„Der Bereich ist gut angebunden“, sagt DSW21-Pressesprecherin Britta Heydenbluth. „Die Haltestelle Jungferntal ist vom Albert-Schweitzer-Weg innerhalb weniger Gehminuten zu erreichen.“

Zudem sei bekannt, dass die Anwohner quer durch die Häuser, über die Ehrlichstraße und die Lauestraße gehen. Von der Mitte des Albert-Schweitzer-Wegs kommen sie so auf einen Fußweg von weniger als 400 Metern, so Britta Heydenbluth.

Von der Haltestelle „Jungferntal“ aus fährt die Linie 461 ab 6.22 Uhr bis 20.39 Uhr alle vier bis 20 Minuten Richtung Rupinghof- oder Siepmannstraße. So werden beispielsweise die Jungferntal-Grundschule, das Kirchlinder Krankenhaus oder der Huckarder S-Bahnhof angesteuert.

„Bei der Einrichtung von Haltestellen sind viele Aspekte zu berücksichtigen: Sie sollten im Zentrum des zu erschließenden Bereichs liegen und wichtige Einrichtungen wie Bahnhöfe, Einkaufsmöglichkeiten, Krankenhäuser oder Schulen berücksichtigen.“

Weg von 450 Metern ist normal

Örtliche Gegebenheiten spielen ebenso eine Rolle bei der Standortwahl für neue Bushaltestellen, so die DSW21-Sprecherin. Ein Weg zur nächsten Haltestelle von etwa 400 bis 450 Metern sei die Regel.

„Zudem ist die Fahrgastnachfrage an dieser Stelle relativ gering“, sagt Britta Heydenbluth. „Zusammen mit Fußwegen, die im normalen Rahmen sind, wäre dies für uns kein sinnvoller Standort.“

Die Bezirksvertretung hatte sich schon 2018 wegen einer neuen Haltestelle im nördlichen Jungferntal an die DWS21 und die Stadt gewandt. Nach der erneuten Anfrage wird die Lage erneut geprüft.

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