Wird der umstrittene Zebrastreifen an der Harkortstraße in Hombruch womöglich versetzt?

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Die Hombrucher Lokalpolitik will prüfen lassen, ob der Zebrastreifen an der Kreuzung Harkortstraße/Gablonzstraße versetzt werden kann. Die wichtigsten Infos in vier Punkten erklärt.

Hombruch

, 30.06.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Zebrastreifen an der Kreuzung Harkortstraße/Gablonzstraße ist noch kein ganzes Jahr fertig - sorgt aber seitdem für Diskussionen. Auch in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag (25. Juni) stand das Thema auf der Tagesordnung. Nach der Diskussion stand auch ein Ergebnis, das vielleicht etwas verändern könnte.

Das ist der aktuelle Stand: Mit dem lange geplanten Umbau der Harkortstraße zwischen Gablonzstraße und Karlsbader Straße ist auch der Zebrastreifen an der Gablonzstraße direkt an die Harkortstraße versetzt worden. Zuvor war vor dem Zebrastreifen ziemlich genau eine Wagenlänge Platz für Autos, die rechts von der Harkortstraße in die Gablonzstraße abbogen. Das ist jetzt nicht mehr so.

Darum geht es: Eine Anwohnerin hatte gegenüber der Bezirksvertretung eine Versetzung des Zebrastreifens an den alten Standort gefordert. Die Überquerung sei für Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl zu schwierig, zudem sei es gefährlich, weil abbiegende Autos direkt auf dem Zebrastreifen stünden. Daraufhin gab es am 21. Mai einen Termin mit Politik, Polizei und Verwaltung. Die Polizei sagte, dass es keine Unfallhäufigkeit an dieser Stelle gebe.

Wird der umstrittene Zebrastreifen an der Harkortstraße in Hombruch womöglich versetzt?

Es geht um zwei Streitpunkte: Die direkte Nähe des Zebrastreifens an die Harkortstraße und die Querungshilfen für Menschen mit Behinderung. © Michael Nickel

Der Vertreter des Tiefbauamtes erklärte, dass alles normgerecht und sicher sei. Es bestünden keine Sichtbehinderungen. Zudem sei eine Versetzung des Zebrastreifens teuer, die Kosten müsste dieses Mal die Bezirksvertretung übernehmen und nicht das Tiefbauamt. Mit dem Zebrastreifen müssten auch die Beleuchtung und die Bodenelemente für Sehbehinderte versetzt werden. Das Tiefbauamt halte eine Verlegung weder „für erforderlich noch für angebracht“. Außerdem zeige die Erfahrung, heißt es im Protokoll des Termins, „dass ein Zebrastreifen, der nicht in Laufrichtung liege, nicht genutzt würde“.

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Die Hombrucher Lokalpolitik will prüfen lassen, ob der Zebrastreifen an der Kreuzung Harkortstraße/Gablonzstraße versetzt werden kann. Die Verwaltung hat schon eine klare Meinung dazu.
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Darüber wurde diskutiert: Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU) sprach sich als einziger für den Status Quo aus. „Seit Jahren ist bekannt, wie der Zebrastreifen gebaut wird. Wenn man sich dort eine Stunde lang hinstellt und alles beobachtet, gibt es keine Probleme“, sagte er in der Sitzung. Susanne Lohse (Grüne) fand diesen Vorwurf nicht gerechtfertigt. Markus Demtröder (SPD) sieht das genauso: „Dass wir in den Informationsfluss eingebunden waren, ist unumstritten. Aber die Praxis ist mangelhaft.“ Volker Schultebraucks (SPD) erklärte, „dass wir unsere Meinung revidieren müssen, wenn sie schlecht war“.

Das wurde entschieden: Alle Bezirkspolitiker mit Außnahme von Hans Semmler, der sich enthielt, stimmten für eine Prüfung des aktuellen Zustandes. Die Verwaltung soll nun schauen, ob eine Versetzung des Zebrastreifens finanziell sinnvoll wäre. Sollte das der Fall sein, könnte die Bezirksvertretung dann eine Versetzung beschließen.

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