B236-Baustelle: Stadt spricht sich gegen Lkw-Verbot auf der Wittbräucker Straße aus

hzLkw-Verkehr

Anwohner und Politiker im Süden Dortmunds fürchten den Lkw-Kollaps auf der Wittbräucker Straße. Denn wenn die A1-Auffahrten in Schwerte gesperrt werden, droht der Verkehr „überzuschwappen“.

Höchsten, Schwerte

, 12.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ja nun nicht so, dass auf der Wittbräucker Straße kein Verkehr ist. Schon heute stauen sich während der Stoßzeiten die Fahrzeuge vorzugsweise an der Kreuzung auf dem Höchsten. Dabei sind auch zahlreiche Lkw, die die viel befahrene Straße gerne als Umfahrung nutzen.

Laut Maximilian Löchter, Pressesprecher der Stadt Dortmund, ist das auch logisch: „Die Wittbräucker Straße hat als Landesstraße L 556 eine wichtige, ortsteilverbindende Straßenfunktion und muss als Hauptverkehrsstraße auch Lkw-Verkehre aufnehmen.“

Bauarbeiten an der B236 in Schwerte

Sind aber in Schwerte die A1-Auffahrten wegen Bauarbeiten an der B236 gesperrt, ist die Befürchtung groß, dass der Verkehr noch größer wird. Denn dann wird der Schwerlastverkehr auf der Wittbräucker Straße zunehmen.

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Und das vermutet nicht nur Werner Sauerländer, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksvertretung Hörde. Also gab es die Forderung, die Straße für die Zeit der Bauarbeiten in Schwerte für den Lkw-Verkehr zu sperren.

Lkw-Verbot sei nicht zu kontrollieren

Das, so Stadtpressesprecher Maximilian Löchter, wird nicht möglich sein. Aus folgendem Grund: „Die Wittbräucker Straße weist zwischen der B 54 und Aplerbeck eine Länge von circa 7,5 Kilometern auf. Auf dieser Strecke führen eine Vielzahl von Haupt- und Nebenstraßen auf die Wittbräucker Straße.

Da das Lkw-Verbot nur für die Wittbräucker Straße gelten würde, wären alle anderen Zufahrtsstraßen nur über Umwege und zum Teil über ungeeignete Straßen erreichbar. Die Ausweisung eines flächenhaften Lkw-Verbots wäre unverhältnismäßig und in der Praxis nicht zu kontrollieren.“

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Da spielt es auch keine Rolle, dass der Verkehr direkt an einer Grundschule auf dem Höchsten vorbeiläuft. Hier ist zwar eine Tempo-30-Zone eingerichtet, aber eine Verkehrszunahme sei nicht zu unterschätzen, was die Schulwegsicherung angehe, so Sauerländer. Auch der Evangelische Kindergarten auf dem Höchsten liegt praktisch neben der viel befahrenen Straße. Das scheint alles kein Grund für ein zeitweises Lkw-Verbot zu sein. „Das Problem ist tatsächlich die Kontrolle. Ohne Mitarbeiter wird es sicherlich schwierig. Aber es geht mir auch darum, dass Schilder aufgestellt werden und eben auch im Navi-System eine Information kommt, dass die Lkw nicht über die Wittbräucker Straße fahren.“

Die Sache soll weiter verfolgt werden

Das habe er auch der Stadt mitgeteilt und keine Antwort bekommen. Sauerländer will aber an der Sache „zeitweises Lkw-Verbot für die Wittbräucker“ dran bleiben. Der SPD-Politiker hofft in Gesprächen mit der Baufirma Deges, die für den Umbau der B236 zuständig ist, und der Stadt Dortmund vielleicht doch noch einen Konsens zu erreichen.

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