Wo der Stahl sich windet

07.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Wo der Stahl sich windet

<p>"Perlenkette" heißt dieses Wand-Objekt. RN Fotos Wegener</p>

Vor einem Jahr machte der süddeutsche Stahlkünstler Jörg Bach den ersten Platz beim Wettbewerb ARTor-Wand des Galeristen Axel Schöber: Es ging im WM-Jahr darum, eine Torwand künstlerisch zu gestalten. Der Preis war eine Einzelausstellung, die nun, ab Freitag, in der Galerie ART-isotope an der Hohen Straße zu sehen ist.

Bach (Jahrgang 1964) arbeitet mit Corten-Stahl, jenem Stahl, der schnell an der Oberfläche korrodiert und mit seinem Rost einen Schutzmantel bildet. Einige seiner Objekte durften ihre rostige Farbe behalten, andere wurden einfarbig lackiert. Der Künstler biegt und schweißt das Material zu Hohlkörpern, zu organischen Formen, die sich im Raum krümmen und winden wie im Objekt " Windung " (Foto) und Innenräume, fast Höhlen schaffen. Man möchte hin einklettern, sie auch von innen erkunden - doch dafür sind seine Objekte zu klein.

Während in Tuttlingen auch seine einige Meter hohen Skulpturen stehen, zeigt Schöber in Dortmund Bachs kleinere Innen-Objekte. Außerdem zu sehen sind Frottagen, also Wandbilder, für die Bach die Spuren und Strukturen seiner eingewachsten Objekte in ein Tuch gedrückt und später übermalt hat. pin

Bis 16.12., Hohe Straße 69, Vernissage am 9.11., 19.30 Uhr.

Wo der Stahl sich windet

Ausstellung in der Galerie ARTisotope mit Werken von Jörg Bach, Stahlobjekte und Frottagen, Bild zeigt "Windung"

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