Wo Gebühren Kunst werden

Seit einigen Wochen gibt es mitten im Kreuzviertel eine neue Adresse für zeitgenössische Kunst: die GIKMaK. Kennen Sie nicht?

15.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wo Gebühren Kunst werden

<p>Sabine Sommer arbeitete mit Stadtplänen. pin</p>

Wer sich schon einmal gefragt hat, was eigentlich mit den Studiengebühren passiert, die die Studierenden neuerdings zahlen müssen, der sollte in die GIKMaK kommen. Dort, in der Galerie des Instituts für Kunst und Materielle Kultur an der Lindemannstraße 6-8, sind in zweiwöchigem Wechsel Arbeiten von angehenden Kunstlehrerinnen und -lehrern zu begutachten. Arbeiten, die - so findet zumindest ihr Professor Jan Kolata von der TU Dortmund - den Vergleich mit Arbeiten, die an einer Kunstakademie entstehen, nicht scheuen brauchen.

Fachschaft stimmte zu

Drei Lehraufträge sind mit dem Ausstellungsprojekt am neuen Galerie-Ort verbunden, und die neun Studierenden, die in diesem Semester dort ausstellen, stecken eine Menge Zeit und Energie hinein. "Ohne die Gebühren wäre dieses Projekt nicht finanzierbar", sagt Kolata. Doch mit Zustimmung der Fachschaft konnte Kolatas Idee, seinen Studierenden den Ausstellungsbetrieb hautnah zu zeigen, Wirklichkeit werden.

Wie hängt man Kunst?

Und so kann die Düsseldorfer Bildhauerin Nicola Schrudde mit ihrem Lehrauftrag nun mit den jungen Künstlern besprechen, wie man seine Werke am besten präsentiert. "Je nachdem, wie Kunst hängt, interpretiert man sie. Der erste Eindruck kommt über den Raum", erklärt sie. Lehrbeauftragte Iris Grazikowske, eine Designerin, entwirft mit den angehenden Lehrerkräften Einladungskarten und Plakate, während Lehrbeauftragte Silvia Bins Wissen und Fertigkeiten zur Kunst-Fotografie vermittelt.

Galerie soll bleiben

Das Haus an der Lindemannstraße beherbergte früher ein Gymnasium, später dann das Studienseminar. Zurzeit ist ein Teil des Instituts für Kunst und Materielle Kultur dorthin umgezogen, weil das Gebäude auf dem Campus von Asbest befreit wird. In etwa einem Jahr steht der Umzug zurück an. Das soll jedoch nicht das Ende der Galerie sein, sagt Prof. Jan Kolata. Noch laufen die Verhandlungen, doch der Künstler-Professor ist zuversichtlich, dass neue Räume auf dem Nord-Campus für die Studierenden-Kunst gefunden werden. pin

Ausstellungen in der GIKMaK, Lindemannstr, 6-8:

noch bis heute: Arbeiten von Thomas Föllmer, Holger Küper und Sabine Sommer, 10-18 Uhr

16.-21.1.: Katharina Tewes "Tagebuch 2006/2007", mi-fr 10-18 Uhr, Wochenende zu

ab 24.1., 19 Uhr: Frank Dreckmann, Anna Kreysing, Marnie Westerhoff (bis 30.1., fr-mi, 15- 18 Uhr, Sonntag geschlossen)

Wo Gebühren Kunst werden

<p>Holger Küper (29) schafft Skulpturen auf der Leinwand. pin</p>

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