Wurde mit Bombenverdacht in Dortmund schlampig umgegangen? Jetzt spricht eine Anwohnerin

hzBombenverdacht am Kalmeichweg

Wer ist Schuld am Chaos rund um den Bombenverdacht am Kalmeichweg? Die Donetz beschuldigt die Stadt. Die Stadt reicht den Kelch an die Hauseigentümer weiter. Jetzt spricht eine Eigentümerin.

Oestrich

, 01.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit vier Jahren sollen die Hauseigentümer am Kalmeichweg von dem Bombenverdachtspunkt gewusst haben. Sie hätten einer Überprüfung der Stelle zustimmen müssen, so die Stadt Dortmund.

Doch da ein Verdachtspunkt noch keine Bombe ist, habe kein Zwang bestanden. Erst, als die Dortmunder Netz GmbH (Donetz) 2018 nach der Reparatur eines Rohrbruchs die Baugrube verfüllen wollte, bestand die Stadt auf eine vorherige Überprüfung.

Doch die Hauseigentümer, auf deren Grundstücken sich der Verdachtspunkt befindet, hätten sich nicht zurückgemeldet, so die Stadt. Die Baustelle lag ein Jahr lang brach, die Baugrube blieb offen. Inzwischen ist sie verfüllt – „erschütterungsarm“. Doch der Bombenverdacht bleibt.

Jetzt lesen

„Die Stadt hat uns nicht angeschrieben“

„Normalerweise hätte die Straße doch gar nicht aufgemacht werden dürfen“, sagt eine der betroffenen Hauseigentümerinnen, die anonym bleiben möchte, auf Anfrage dieser Redaktion.

Die Schragmüller-Grundschule nahe des Kalmeichweges hätte Grund genug sein müssen, vorsichtiger mit der Situation umzugehen, so die Eigentümerin. „Wenn der Verdachtspunkt schon so lange bekannt ist, muss der Austausch zwischen Stadt und Donetz besser funktionieren.“

Jetzt lesen

Sie selbst habe sich nun nach der Baustellen-Misere bei der Donetz gemeldet, um sie für künftige Maßnahmen vorzuwarnen. „Natürlich kann es nur ein Stahlhelm sein. Aber zur Sicherheit müsste das überprüft werden.“ Über die Schuldzuweisung der Stadt ist sie verärgert: „Wir wurden nie angeschrieben.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt