„Viele Gefahren“ - Eltern fordern Zebrastreifen zum Schutz von Kita-Kindern

hzZebrastreifen gefordert

Die Kronprinzenstraße dient vielen als B1-Ausweich-Straße. Treffen sie dort auf Kita-Kinder, wird es lebensgefährlich. Eine Elterninitiative fordert nun städtisches Eingreifen.

von Daniel Reiners

Dortmund

, 21.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer mit dem Wagen über die Kronprinzenstraße fährt und dabei an der Kita Krönchen vorbeikommt, sollte seine Tachonadel eigentlich unter 30 Kilometer pro Stunde halten. So schreibt es das Verkehrsschild am Straßenanfang vor.

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"Eigentlich", weil die Realität anders aussieht. Das sagt Julia Portugall, deren zwei jüngere Kinder die Kita Krönchen an besagter Straße besuchen und auf dem Fußweg dorthin zuweilen „viele Gefahren“ auf sich nehmen müssen, wie die junge Mutter sagt.

Kronprinzenstraße dient vielen als B1-Umfahrungs-Straße

"Die Kronprinzenstraße ist allgemein bekannt als beliebte B1-Ausweich-Straße, und als solche auch rege genutzt. Und weil auf der B1 keine Schrittgeschwindigkeit herrscht, bilden sich manche Autofahrer ein, diese auch hier ignorieren zu können", berichtet Portugall.

Elterninitiative fordert Zebrastreifen als Verkehrs-Bremse

Die Mutter sah sich in der Pflicht, etwas gegen diese Situation zu unternehmen und rief eine Elterninitiative ins Leben. Eltern der Kita-Krönchen-Kinder präsentieren sich seit dem 12. Juli auf einer Internetplattform mit der Bitte um Unterschriften. Die Forderung: ein geschwindigkeits-regulierender Zebrastreifen auf der Kronprinzenstraße.

Portugall will, wie sie sagt, nicht erst darauf warten, dass das erste Kind angefahren werde. Stattdessen müssten seitens der Stadt zügig Zebrastreifen auf die Kronprinzenstraße gemalt werden. Diese würden, so Portugalls Hoffnung, die Autofahrer zwingen, sich an die vorgegebene Schrittgeschwindigkeit zu halten.

Als nächsten Schritt plane die Initiative nun, sich an die lokale Politik zu wenden, und dort die Dringlichkeit der Angelegenheit klar zu machen.

Schon über 150 Unterschriften

Die Kita Krönchen begrüßt den Schritt, wie Katrin Ziegast, dort zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, gegenüber unserer Redaktion sagt -, auch, wenn die Kita selbst nicht an der Aktion beteiligt sei.

Von der Stadt Dortmund heißt es, die Verkehrssituation an der Kronprinzenstraße sei seit Jahren vollkommen unauffällig. Das teilte Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamtes, am 20.7. auf Nachfrage gegenüber dieser Redaktion mit. Falls ein entsprechender Antrag bei der Stadt eingehen werde, würde dieser aber natürlich geprüft werden.

Wann sich die Initiative mächtig genug fühlt, um gemeinsam bei der Stadt Dortmund aufzuschlagen, konnte Portugall am 13.7. noch nicht sagen. Allerdings sei sie über die Zahl von schon 77 Unterschriften, die direkt zu Beginn schon in weniger als 24 Stunden zusammenkamen, optimistisch und zuversichtlich, dass dies bald geschehen werde. Am Dienstag, 21. Juli, hatten um 15 Uhr bereits rund 150 Menschen unterschrieben. Als vorläufiges Ziel waren 200 Mitstreiter angegeben.

Online-Petition

Die Petition von Julia Portugall und ihren Mitstreitern ist zu finden unter https://bit.ly/30AF347.
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