Zu viel Andrang: Bergmann-Stehbierhalle schloss an Vatertag vorzeitig

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Die Stehbierhalle der Bergmann-Brauerei auf Phoenix-West ist ein beliebtes Ausflugsziel. In Corona-Zeiten kann das zum Problem werden. An Vatertag musste sie vorzeitig schließen.

Dortmund, Hörde

, 22.05.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Obwohl Gastronomien seit dem 11. Mai (Montag) wieder öffnen dürfen, so haben sie doch mit starken Auflagen zu kämpfen. Die Stehbierhalle der Bergmann Brauerei auf Phoenix-West bekam das am Donnerstag zu spüren.

Das Ordnungsamt ist am Vatertag bei zwei Gaststätten eingeschritten, wie Norbert Dahmen, Rechtsdezernent der Stadt Dortmund und somit Chef des Ordnungsamtes, berichtet.

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Demnach seien dort Corona-Schutzvorschriften nicht eingehalten worden. Um welche Gaststätte es sich genau handelt, wollte Dahmen nicht sagen.

Zu viel Betrieb am Wasserbecken: Stehbierhalle schließt am späten Nachmittag

Laut Informationen dieser Redaktion handelte es sich bei diesen beiden Betrieben unter anderem um die Stehbierhalle der Bergmann-Brauerei auf Phoenix-West. Dr. Thomas Raphael, Geschäftsführer der Bergmann-Brauerei, bestätigt auf Anfrage, dass er die Stehbierhalle im späten Nachmittagsbereich „einvernehmlich mit allen Beteiligten“ zeitweise geschlossen habe.

Demnach habe es für das Ordnungsamt „zu viel Betrieb am Wasserbecken“ im Bereich vor der Gastronomie gegeben. „Deshalb haben wir uns dann dazu entschieden, die Türen erstmal zuzumachen“, sagt Raphael.

Der Geschäftsführer betont aber auch, dass hier und da nicht ganz klar sei, welche Einschränkungen für die Stehbierhalle eigentlich gelten würden. „Wir sind ja keine klassische Gastronomie.“ In der Halle gebe es Bier und draußen einen Foodtruck. Deshalb sei es da zu Unstimmigkeiten gekommen.

Betrieb auf Phoenix-West ging am Folgetag weiter

Am Vatertag selbst sind die Türen nicht wieder aufgegangen. Direkt am Folgetag dann aber schon: Am Freitagmorgen (22.5.) habe man sich mit dem Ordnungsamt vor Ort nochmal über das Konzept abgestimmt, sagt Dr. Thomas Raphael. So musste der Bierfluss nur für ein paar Stunden am Donnerstag gestoppt werden.

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Obwohl es auch der Bergmann-Brauerei als Gastronomie derzeit durch die Einschränkungen nicht gut gehe, versucht sie sich kreativ gegen die Krise zu stemmen - vom Drive-In-Schalter bis zu einer Aktion zu ihrem sogenannten Sud des Monats.

Trotz der finanziell harten Zeit sollen ab Juni pro verkauftem Sud des Monats ein Euro an karitative Einrichtungen in Dortmund gehen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, wie beispielsweise die Tafel.

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